Stimmung pur in "Entenhausen"

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Mietraching - Noch nichts an seiner Anziehungskraft verloren hat der einst als "Stopsler-Ball" ins Leben gerufene Sketch-Up-Fasching in Mietraching. Bis auf den letzten Platz besetzt war auch diesmal der Kriechbaumer-Saal zum Motto "Walt Disney".

Und es kam alles, was sich zur Großfamilie des amerikanischen Comic-Autoren zählte. Da war Onkel Dagobert genauso vertreten wie in großer Anzahl seine Widersacher, die Panzerknacker, die, wenn man der Aufschrift auf ihren Schirmmützen glauben durfte, in Maxlrain zu Hause sind, und auch Gundel Gaukeley sowie Klaas Klever wurden gesichtet. Gekommen war natürlich auch Donald Duck nebst Dauerfreundin Daisy, denen Glückspilz Gustav Gans "zur Seite" stand. Auch Goofy, Mickey und Minni Maus waren zahlreich vertreten, ja selbst Horaz und Klarabella fehlten ebenso wenig wie Daniel Düsentrieb mit Helferlein, Hugo Habicht, Oma Duck und Donalds Neffen Tick, Trick und Track.

Dass Walt Disney, der es sich natürlich nicht nehmen ließ, ebenfalls in "Entenhausen" zu erscheinen, auch in der Märchenwelt zu Hause ist, zeigten Aladin mit seiner Wunderlampe, Figuren aus dem Dschungelbuch wie Balu der Bär, der im Fellkostüm mit Bananengürtel um die Hüften auf der Tanzfläche gehörig ins Schwitzen kam, Tiger Shir Khan und die Schlange Kaa. Selbstredend fand sich auch der Zauberer Merlin mit seinem Zauberlehrling ein.

Dass die "Miadakina" das Motto des Sketch-Up-Balles "ernst" nahmen, ließ sich an den vielen, zum Großteil handgeschneiderten Kostümen erkennen, die mit viel Liebe zum Detail entworfen wurden. Alle tanzten zunächst zu den Klängen der Kultband "Oana alloa" (Klaus Biedermann), bevor die Tanzgruppe der TuS-Eiskunstläuferinnen die erste Einlage zeigte. Die Mädchen wirbelten im Stil einer Showtanzgruppe nur so übers Parkett und deren Trainerin Karin Brösamle freute sich ebenso über den gelungenen Auftritt, der mancher Garde zur Ehre gereicht hätte, wie die Ballbesucher.

Dass es am kabarettistischen Nachwuchs im Landkreis nicht fehlt, bewies dann Kurt Benna als Alleinunterhalter, der die Gäste mit "Gschichten wia aus dem richtigen Leben" zum Lachen brachte.

"Die letzten ihres Standes" war dann das Motto der Einlage der Feuerwehr. In Anspielung auf die Tatsache, dass vom einst zahlreichen "Frauen-Power-Team" der Mietrachinger Wehr nurmehr drei "Gründungsmitglieder" übrig geblieben waren, nahmen Josef Ableitner jun., Manfred Ableitner und Peter Niedermeier zum Anlass, Gertraud Becker, Kathi Niedermeier und Stefanie Weigl eine Dankesurkunde zu überreichen. Die passende Laudatio hatte humorvoll Kurt Schenkel jun. gehalten.

Später bewies dann der Nachwuchs mit dem Sketch "Hausaufgaben", bei dem Tobias Fraunholz als "Schulmädchen" kaum wiederzuerkennen war, dass in Mietraching die "PISA-Studie" besser abgeschnitten hätte als im restlichen Teil Deutschlands.

Schon diese Einlagen waren qualitativ auf höchstem Niveau, aber die "Miadakina" sind stets zu Steigerungen fähig: So gaben Marianne Wierer und Fini Willmann ihren Sketch "Sprachfehler" als Arzt und Patient zwerchfellerschütternd zum Besten. Der Fehler, dass der Patient kein "A" aussprechen konnte und stattdessen stets "U" sagte wurde zwar behoben, doch die Krankheit erwies sich als ansteckend, denn schließlich bemerkte der Doktor: "Die Behundlung bezuhlt die Krunkenkusse".

Dann folgte der "krönende" Abschluss der Einlagen: Die "Miadakina Herzbuben" alias Dieter Fraunholz und Joachim Schweiger betraten unter großem Applaus die Bühne und sie standen ihren großen Vorbildern, den "Wildeckern", in nichts nach. Vor allem die Damenwelt war hingerissen von diesem Auftritt, Rosen, "Bussis" und sogar "Dessous" flogen den "Herzbuben" bei ihren Liedern "Herzilein" oder "Hallo Frau Nachbarin" nur so zu und die "Nachbarin" (Margit Schäfer) musste gar vom aufgebrachten Ehemann (Rudi Schäfer) aus den Händen des Duos, das mehrmals Zugaben singen musste, befreit werden.

Die Stimmung in "Entenhausen" war damit auf dem Siedepunkt und so konnten es die Ballbesucher verkraften, dass der Auftritt der Pruttinger Faschingsgilde wegen Terminschwierigkeiten ausfallen musste. Mit einem Dank an den fleißigen Nachwuchs, der wochenlang gebastelt und gemalt hatte, um für die Dekoration im Saal zu sorgen, endete das Programm, durch das Charly Wierer als "Daniel Düsentrieb" geführt hatte, doch viele Gäste hielten sich an der "Entenbar" fest und fanden erst den Heimweg, als über "Entenhausen" wieder die Sonne aufging. uhe

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