Stadtgewalt an Prinzenpaar

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- Bad Aibling (maf) - Der Fasching geht in seine heiße Phase. Mit der Inthronisation des Prinzenpaares "Anita I. von Rasant und Schnittig" und " Franz II. von den Lüften" vergangenes Wochenende im Kurhaus hält der feierintensivste Abschnitt der närrischen Zeit Einzug in Bad Aibling.

Bevor jedoch die neuen Tollitäten ihr Amt antreten konnten, mussten die alten Regenten abdanken. "Heidi I." und "Robert III." tanzten als scheidende Regenten noch einen Walzer. <P></P><P>"Wir hoffen, dass wir einen guten Job gemacht und dem Bürgermeister keinen Ärger bereitet haben", zog Robert III. sein Resümee. Nach diesem Abschied verlieh das Präsidium, das mit Robert Krämer, Alfred Straußwald und Hubert Wolf neue Präsidenten hat, den jetzigen Regenten über die fünfte Jahreszeit in Bad Aibling die Insignien der Macht. Franz II. wurde durch sein Zepter zum Prinzen, Anita I. erhielt das Prinzessinnenmaskottchen - einen Plüschhund. Beide herrschen nun nicht nur über einen Hofstaat mit Ministern und Hofmarschällen, sondern für die nächsten sechs Wochen auch über Bad Aibling.</P><P>Stadtoberhaupt Felix Schwaller übergab dem neuen Herrscherpaar mit einem riesigen Schlüssel die Macht über die Stadt. "Ich freue mich, dass die Veranstaltung hier im Kurhaus wieder stattfinden kann. Auch das Feiern soll hier, am besten bis sechs Uhr morgens, wieder möglich sein", nahm Schwaller Stellung zu Klagen von Nachbarn über das lautstarke Verhalten von Besuchern einer Operettenaufführung. Er sicherte dem Regentenpaar und den Bürgern eine fröhliche Festsaison zu.</P><P>Nach der Überreichung des Stadtschlüssels gebührte dem Bürgermeister ein Orden, den er zusammen mit einem Kuss von Anita I. bekam. Viele Honoratioren, darunter Josef Ranner (MdL) und die stellvertretende Landrätin Stefanie Keil, wurden von den Gardemädchen und den jungen Männern der Showtanzgruppe galant zur Bühne geleitet. Es folgten die Ehrungen. Einen Verlust für die Faschingsgilde Bad Aibling stellt der Entschluss zweier altgedienter Mitglieder dar. Rolf Beyler und Günther Steffen, die seit 28 Jahren als Präsidenten der Vereinigung fungierten, traten nicht mehr zur Wahl an. In den Laudationes würdigten die Hofmarschälle Thomas Hofinger und Karl-Heinz Arzberger ihr unermüdliches Engagement, das prägend für die Vereinsarbeit gewesen sei. Den beiden scheidenden Präsidenten wurde der "Ehrenorden des Senats" verliehen.</P><P>Nach dem offiziellen Amtsantritt ging es mit dem Feiern richtig los. Das Prinzenpaar zeigte hervorragende Tanzeinlagen, die vom Publikum mit lauten Rufen nach einer Zugabe begeistert aufgenommen wurden. Die Darbietungen der Showtänzer und der Garde, die seit September zweimal wöchentlich trainieren, ließen an Akrobatik nichts zu wünschen übrig. Für Tanzstimmung bei den Gästen sorgte eine Showband.</P><P>Für das neue Prinzenpaar beginnt eine fulminante Zeit, die aber auch mit vielen Pflichten verbunden ist. Ihre Wochenenden sind in nächster Zeit ausgebucht. Von Freitag bis Sonntag werden sie bis spät in die Nacht auf Veranstaltungen im ganzen Landkreis zugegen sein. Mehrere Auftritte pro Abend sind die Regel. Nach der Hochphase ab dem Unsinnigen Donnerstag geben Anita I. und Franz II. den Stadtschlüssel am Faschingsdienstag wieder an den Bürgermeister zurück. Vielleicht mit ein wenig Wehmut, sicher aber auch froh über die besondere Zeit als Prinzenpaar.</P>

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