Stadt Rosenheim geht auf Nummer Sicher

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- Rosenheim/Traunstein (ls/bi) - Nach dem dramatischen Unglück in Bad Reichenhall, wo das Dach der Eishalle unter der Schneelast zusammen gebrochen war, ging die Stadt Rosenheim gestern Abend auf Nummer Sicher.

Sie ließ vorsorglich sowohl das Eisstadion als auch die Luitpold-Sporthalle räumen.

Es mussten dafür keine Abendveranstaltungen abgesagt werden, denn es herrschte lediglich Trainingsbetrieb. Aufgeschreckt durch das Ereignis in Bad Reichenhall reagierte die Stadt mit dieser Vorsichtsmaßnahme. Ein Unglück wie in Bad Reichenhall sei in Rosenheim kaum vorstellbar, hatte es zuvor noch geheißen. Aus fachlicher Sicht sei die gewellte Dachform so konstruiert, dass nach menschlichem Ermessen auch bei einer erheblichen Schneelast nichts passieren könne. Dennoch aktivierte die Stadtverwaltung schließlich am Abend die Feuerwehr, die den Auftrag erhielt, die Dächer vom Schnee zu räumen.

Die starken Schneefälle haben gestern Nachmittag im Raum Rosenheim und Traunstein zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Gerade auf den Autobahnen ging zeitweise wenig bis nichts mehr voran.

Bei der Polizeidirektion Traunstein glühten gestern die Telefondrähte: Sie ist zuständig für das Berchtesgadener Land und koordinierte die Rettungseinsätze nach dem Lawinenabgang auf der Reiteralm bei Schneizlreuth und dem Einsturz des Bad Reichenhaller Eisstadiondachs.

Im ganzen Landkreis mussten die Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen zu räumen. "Das wird die ganze Nacht so gehen", meinte ein Sprecher der Rosenheimer Wehr bei Redaktionsschluss.

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