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Niveau von Tankrabatt-Zeiten erreicht

Rohölpreis auf Vorkrisen-Niveau: Spritpreis „heute billig, morgen teuer“?

Die Preise an den Tankstellen gehen seit Wochen nach unten. Inzwischen sind sie schon auf dem Niveau von Ende August – als der Tankrabatt noch aktuell war.
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Die Preise an den Tankstellen gehen seit Wochen nach unten. Inzwischen sind sie schon auf dem Niveau von Ende August – als der Tankrabatt noch aktuell war.
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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Seit dem 1. September ist der Tankrabatt Geschichte. Anfangs waren viele Autofahrer erbost und mussten an den Zapfsäulen wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen. Knapp vier Wochen später haben sich die Spritpreise wieder auf das Niveau eingependelt, das in Zeiten des Rabatts herrschte. Frei nach dem Mallorca-Spruch „Heute billig, morgen teuer“ geht also das Hin und Her bei den Kraftstoffpreisen weiter.

München – Gegen Ende August zogen die Spritpreise nochmals ordentlich an – und das trotz des Tankrabatts der Bundesregierung. Doch seit einigen Tagen und Wochen entspannt sich die Situation nun wieder zunehmend und die Talfahrt der Spritpreise im September hält weiter an. Wie der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) berichtet, ist der Preis für Diesel erstmals seit fünf Wochen wieder unter die Marke von zwei Euro pro Liter gefallen.

Wie die aktuelle ADAC-Auswertung der deutschlandweiten Preise zeigt, kostet der Liter Selbstzünder-Kraftstoff am Mittwoch (28. September) im Durchschnitt 1,996 Euro – das sind 2,5 Cent weniger als noch in der Vorwoche. Zuletzt lag der Diesel-Preis am 23. August mit 1,988 Euro je Liter unter der Zwei-Euro-Marke – damals aber noch unter den Bedingungen des Tankrabatts mit einem steuerlichen Abschlag von rund 17 Cent.

Kraftstoffpreise seit Monatsbeginn deutlich gefallen

Noch deutlicher wird der fallende Kraftstoffpreis derzeit beim Benzin: Der Liter Super E10 kostet derzeit (Stand: 28. September) im Schnitt 1,880 Euro und damit um drei Cent weniger als vor einer Woche. Billiger war E10 zuletzt am 31. August – dem letzten Tag des Tankrabatts – mit 1,792 Euro. Der steuerliche Abschlag auf Benzin hatte seinerzeit rund 35 Cent je Liter betragen.

Betrachtet man die Entwicklung seit dem Ende des Tankrabatts, so schnellten die Preise zuerst extrem in die Höhe, seither geht es tendenziell nach unten: Diesel hat sich seit Monatsbeginn um 17,7 Cent pro Liter verbilligt, E10 um 14,3 Cent.

Trotz aktueller Euro-Schwäche: Spritpreise auf Talfahrt

Doch was ist der Grund für diesen Rückgang? Würde man auf die aktuellen Preise beispielsweise den Tankrabatt anrechnen, wären die Spritpreise plötzlich wieder in Regionen, in denen sie zuletzt vor einigen Jahren waren. Angaben des ADAC zufolge verteuert die aktuelle Euro-Schwäche den Kauf von Rohöl nämlich eigentlich nochmals zusätzlich.

„Dem stehen jedoch sehr deutliche Preisnachlässe auf Rohöl am Weltmarkt entgegen“, so die Verkehrsexperten. Ein Barrel (entspricht etwa 159 Litern) der Sorte Brent Öl kostet derzeit rund 84 US-Dollar und damit etwa sechs Dollar weniger als vor einer Woche. Zum Vergleich: Anfang Oktober 2021 kostete das Rohöl ähnlich viel, damals musste man laut ADAC an den Zapfsäulen für den Liter Diesel noch 1,459 Euro und für den Liter Super E10 1,595 Euro im Durchschnitt bezahlen.

Verbraucher können Spritpreise beeinflussen

Ein Grund für die aktuell hohen Preise sei eine überproportionale Erhöhung Ende August. „Mit dem Ende des Steuerrabatts ist jetzt das Preisbewusstsein der Verbraucher wieder gestiegen. Das treibt den Wettbewerb und drückt die Preise. Hier sieht man, dass die Verbraucher durchaus etwas erreichen können“, erklärt der ADAC Kraftstoffmarkt-Experte Jürgen Albrecht.

Insgesamt seien die Benzinpreise aber weiter deutlich zu hoch, betont er. „Wir gehen zwar mit Trippelschritten in Richtung einer Normalisierung. Aber der Weg ist noch weit. Bei Diesel ist die Ausnahmesituation sogar noch extremer.“

Als zentralen Treiber sieht Albrecht insbesondere die Raffinerien, die oft zu den Mineralölkonzernen gehörten. „Deren Margen waren zuletzt ein Vielfaches des Vorkrisenniveaus.“ Doch der Verkehrsclub lässt die Autofahrer abschließend hoffen: „Spielraum für weitere spürbare Preisabschläge sind weiterhin vorhanden.“

aic

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