Spiderman oder Flocke

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Rosenheim - Eisbärin Flocke, Kaiserin Sissi und Spiderman werden heuer "prominente" Gäste auf den Rosenheimer Faschingsbällen sein. Nach diesen Kostümen besteht in den einschlägigen Geschäften große Nachfrage. Außerdem sehr beliebt bei den Faschingsnarren ist heuer die Mod der 1960er-Jahre mit Wuschelfrisuren, Schlaghosen und viel Glitzer.

Auch wenn die wirtschaftlichen Prognosen schlecht ausfallen, für den Fasching wird trotzdem Geld ausgegeben. "Die Leute lassen sich das Feiern nicht nehmen", stellt Sabine Lamminger, Verkäuferin in der Faschingsabteilung von Müller-Markt fest. Natürlich würde mancher beim Einkauf auf den Geldbeutel achten. "Die Wahl fällt dann eben auf lustige Accessoires wie Perücken oder Brillen." Mit Stücken aus der heimischen Kleiderkiste ließen sich dann schnell phantasievolle Kostüme erschaffen.

Beliebt bei den Damen sind heuer Engelsflügel. Da reicht dann ein Nachthemd, und schon punkten sie als himmlische Begleiterin auf den diversen Bällen. Buben interessieren sich besonders für das Modell "Spiderman" und bei den Mädchen steht weiterhin die Prinzessin auf der Wunschliste ganz oben.

Die Erwachsenen fällen laut Lamminger ihre Entscheidung in punkto Faschingsbekleidung auch oft in Hinsicht auf Bequemlichkeit. "Männer fragen oft nach einem Scheichkostüm und Frauen machen 2009 die Bälle gern als Piratenbräute unsicher."

Außerdem will das weibliche Geschlecht offensichtlich auch heuer wieder mit den Reizen nicht geizen. "Tiefe Ausschnitte vorne wie hinten und ganz kurze Röcke sind sehr beliebt", weiß Margit Röhr, Verkäuferin der Faschingsabteilung im "House of Christmas". Diese Tatsache treffe bei weitem nicht nur auf die ganz junge Generation zu: "Auch etwas ältere Damen wollen im Fasching Haut zeigen."

Stil der 1960er-Jahre heuer gefragt

Bei ihr oft nachgefragt werde nach Kostümen im Stil der 1960er-Jahre. "Heuer ist ,Flower-Power' angesagt", so Röhrl. Glitzerhemden, Rüschenhosen und Tupfenröcke ließen sich besonders gut verkaufen.

Bisher hätten sich eher die Kinder für die Klassiker "Cowboy" und "Indianer" begeistert, es begeben sich aber auch Erwachsene während der Faschingszeit in den Wilden Westen. Dafür kämen bei den Kleinen die Kostüme Jet-Pilot und Astronaut besonders gut an.

Gut verkaufen ließen sich auch die Ganzkörper-Kostüme. So etwa die Modelle "Eisbär", "Elefant" und "Löwe". "Die sind einfach zum Anziehen und halten schön warm", erklärt Röhrl. Das sei ein wichtiger Faktor beim Aussuchen. Straßenfeste würden beliebter.

Ähnliches stellte man auch im Kaufhaus Karstadt fest. "Plüschkostüme für die Kinder verkaufen sich gut", sagt dort Verkaufs-Assistent Heiko Leitenberger. Einen guten Umsatz erziele er auch mit historischen Kleidern und Schiffsoffiziers-Kostümen.

Wer ganz ausgefallene Verkleidungen sucht, geht zum Kostümverleih von Irmgard Hilmer-Kreuzpainter in Kolbermoor. "Die Leute kommen zu mir, wenn sie zu einem speziellen Themenball müssen", erzählt sie. Die Damen würden sich häufig für ein ausladendes Sissi-Kostüm entscheiden. "Einmal im Leben Kaiserin. Das ist eben ein schönes Gefühl", ist Hilmer-Kreuzpainter überzeugt. Bei ihr bleibe aber der Ansturm in der Faschingszeit schon seit einigen Jahren aus. "Die Leute können sich heute doch das ganze Jahr über verkleiden. Darum ist wohl der Fasching gar nichts mehr Bbesonderes", meint sie.

In den Märkten der großen Lebensmittelketten verkaufen sich die klassischen Faschingskostüme wieder sehr gut. Ein Discounter hat sich sogar ein ganz besonders Billigangebot ausgedacht: Er warb mit seinen Plastiktüten, die sich zu phantasievollen Kleidern verarbeiten lassen würden - zehn Stück zum Preis von 90 Cent... wu

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