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Hohe Corona-Zahlen

RKI stuft Spanien und Niederlande als Corona-Hochinzidenzgebiete ein - Das müssen Urlauber jetzt beachten

Spanien und die Niederlande sind als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft worden. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt.

Berlin - Es hatte sich bereits abgezeichnet, jetzt ist es offiziell: Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande wegen hoher Infektionszahlen von Dienstag an als Corona*-Hochinzidenzgebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. In beiden Ländern waren die Neuinfektionszahlen zuletzt drastisch angestiegen. Die Niederlande hatte deshalb erst kürzlich bereits die Notbremse gezogen und einige Lockerungen zurücknehmen müssen.

Eine Einstufung als Hochinzidenzgebiet erfolgt in der Regel ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200. In Spanien lag diese am 22. Juli laut des Gesundheitsministeriums bei 333. Auf den Baleraen, die besonders bei deutschen Touristen höchst beliebt sind, lag die Inzidenz gar bei 365,5. Der Hauptanteil der Neuinfektionen ist auf die Delta-Variante zurückzuführen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch für die Niederlande. Hier liegt die Inzidenz bei rund 360. Bereits über 50 Prozent der Neuinfektionen sollen auf die Delta-Variante zurückzuführen sein. In diesen Urlaubs-Ländern stecken sich übrigens die meisten Deutschen an.

Allein rund 400.000 deutsche Urlauber halten sich noch in Spanien auf - das gilt es bei der Rückreise zu beachten

Laut Angaben des Reiseverbandes DRV sollen sich aktuell etwa 200.000 Pauschalreisende aus Deutschland allein in Spanien aufhalten. Etwa 60 Prozent davon auf den Balearen und 30 Prozent auf den Kanaren. Außerdem sollen sich zusätzlich 200.000 Individualtouristen aus Deutschland auf spanischen Landesgebiet befinden.

Durch die neue Einstufung kommen natürlich auch neue Regeln auf Reiserückkehrer zu. So muss etwa nun vor der Einreise eine digitale Anmeldung durchgeführt werden. Es muss ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden oder der Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung erbracht werden. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Vollständig Geimpfte oder Genesene können die Quarantäne beenden, sobald sie einen Nachweis über die digitale Einreiseanmeldung übermitteln. Einen Überblick über die Corona-Lage in beliebten Urlaubsländern gibt es hier*.

Spanien und Niederlande hochgestuft: Neuer Druck auf die Reisebranche - samt Stornierungswelle

Nach dem Anlaufen des wichtigen Sommer-Reisegeschäfts gerät die von der Corona-Krise hart getroffene Tourismusbranche erneut unter Druck. Die Entscheidung vom Freitag bedeutet zwar kein Reiseverbot. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss aber nach der Rückkehr nach Deutschland mindestens fünf Tage in Quarantäne. Auch die Niederlande werden so eingestuft. Einige Veranstalter berichteten von einer wachsenden Verunsicherung der Kunden und Stornoanfragen.

Am deutlichsten wurde der Deutsche Reiseverband (DRV). Der Beschluss mache „mitten in der Ferienzeit zahlreichen Reisenden und insbesondere vielen Familien mit Kindern die Urlaubspläne zunichte“, kritisierte Branchen-Präsident Norbert Fiebig. „Eine drohende Quarantäne führt zu starker Verunsicherung bei den Menschen, die sich gerade im Urlaub befinden oder kurz vor Urlaubsantritt stehen.“

Fiebig forderte: „Wir müssen weg von der reinen Inzidenzbetrachtung bei der Einstufung von Zielgebieten.“ Stattdessen sollte die
tatsächliche regionale Gefährdungslage für Reisende sowie die konkrete Belastung des Gesundheitssystems in den Mittelpunkt der
Überlegungen gerückt werden. Dies müsse bei der ohnehin notwendigen Anpassung der Corona-Einreiseverordnung berücksichtigt werden.

Auch Vertreter großer Veranstalter äußerten sich enttäuscht. „Die Hochstufung von Spanien als Hochinzidenzgebiet verunsichert viele Urlauber, und wir haben daher sehr viele Anfragen in unserem Service-Center, darunter auch Stornoanfragen“, sagte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef von DER Touristik. Deutschlands zweitgrößtes Reiseunternehmen bietet Spanien-Urlaubern nun die Möglichkeit, bei Abreise in den kommenden zwei Wochen kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen. Gleichzeitig betonte DER: „Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot.“ Gäste könnten ihren Urlaub trotzdem antreten. (han/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © John-Patrick Morarescu / dpa

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