Siebe Tage kein Lebenszeichen

Kleiner Julen (2) immer noch verschüttet - Retter stoßen auf neues Hindernis

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Von dem kleinen Julen gibt es seit dem 13. Januar kein Lebenszeichen.

Mit jeder Minute schwindet die Hoffnung auf eine Rettung: Der kleine Julen ist seit dem 13. Januar verschwunden. Jetzt sind die Retter auf ein erneutes Hindernis gestoßen.

Madrid - Die Suche nach dem in einem tiefen Brunnenschacht vermuteten Zweijährigen in Spanien wird weiterhin von der Natur erschwert. Bei der Bohrung eines Bergungstunnels stießen die Einsatzkräfte in der Nacht zum Sonntag wieder auf einen großen und sehr harten Felsbrocken.

"Wir sind auf fünf Meter Granit gestoßen", sagte der Regionalpräsident von Andalusien, Juanma Moreno, am Sonntag. Moreno betonte, die Helfer täten "alles Menschenmögliche", um zu dem kleinen Julen vorzudringen, stießen jedoch immer wieder auf Probleme.

Man habe deshalb bis sieben Uhr morgens nur 33 von insgesamt 60 Metern geschafft, teilten die Helfer am Unglücksort in Totalán unweit der südlichen Küstenstadt Málaga mit. Am Samstag hatte man noch gehofft, diesen Zugang, der senkrecht zum Schacht verläuft, beim Ausbleiben von neuen größeren Problemen bis zum frühen Sonntagmorgen fertigstellen zu können.

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Julen: Seit sieben Tagen kein Lebenszeichen

Vom kleinen Julen gibt es seit dem 13. Januar kein Lebenszeichen. Mit jeder Minute werden deshalb die Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang geringer. Experten versichern noch immer, es sei nicht ausgeschlossen, dass das Kind noch am Leben sei. Der Kleine soll bei einem Ausflug seiner Familie in das Loch gefallen sein, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Bei Kamera-Aufnahmen wurde im Schacht in einer Tiefe von gut 70 Metern eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt, die Julen bei sich hatte. Lose Erde verhinderte, mit der Kamera tiefer vorzudringen.

Es fehlen noch gut 60 Meter

Der Schacht, der nach Medienberichten auf der Suche nach Wasser in der von Dürre geplagten Region nahe einer Finca eines Verwandten von Julen gebohrt wurde, ist 107 Meter tief. Die Retter halten es aber für denkbar, das Kind in einer Tiefe von 70 bis 80 Metern finden zu können. Da die Helfer bei der Aufstellung einer Plattform zur Stabilisierung der Hauptbohrmaschine schon knapp 20 Meter tief vorgedrungen sind, müssen sie noch weitere 60 Meter tief graben.

Anschließend sollen zwei oder drei erfahrene Minenarbeiter mit Spitzhacken und Presslufthammern eine erste horizontale, etwa vier Meter lange Verbindung zum Schacht herstellen, in dem Julen vermutet wird. Man werde dafür mindestens 20 weitere Stunden benötigen, sagte der Sprecher der Einsatzkräfte Ángel García Vidal. Wegen der Sicherheit des Kindes und auch der Helfer müsse man mit äußerster Vorsicht arbeiten.

dpa/afp

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