Der Sonne entgegen

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„Iris“ soll aus dem Orbit mit einem Ultraviolett-Teleskop neue Erkenntnisse über die Sonne liefern.

Sie ermöglicht zwar das Leben auf der Erde, doch über die Sonne weiß der Mensch noch wenig. Insbesondere ihre Atmosphäre birgt noch viele Rätsel. Ein paar soll die Nasa-Sonde „Iris“ jetzt lösen.

Teleskop „IRIS“ ins All geschickt

Sie ermöglicht zwar das Leben auf der Erde, doch über die Sonne weiß der Mensch noch wenig. Insbesondere ihre Atmosphäre birgt noch viele Rätsel. Ein paar soll die Nasa-Sonde „Iris“ jetzt lösen.

Von Christina Horsten und Chris Melzer

New York – Es sind viele Geheimnisse zu lösen: Die Nasa hat das Weltraumteleskop „Iris“ auf den Weg geschickt, um zumindest ein paar Rätsel der Sonne zu enthüllen. Der 180 Kilogramm schwere Satellit startete am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit einer Trägerrakete von der Vandenberg-Basis in Kalifornien. „Iris“ soll nun zwei Jahre lang die bisher noch weitgehend unerforschte Atmosphäre der Sonne untersuchen. Ein echt heißer Auftrag.

Rätselhaft ist zum Beispiel immer noch, warum in einigen Bereichen der Sonne Temperaturen von knapp 6000 Grad Celsius herrschen, in anderen dagegen eine Million Grad. Die Forscher wollen auch wissen, wie die Korona, der Strahlenkranz um die Sonne, in den Sonnenwind übergeht. Die gut zwei Meter lange „Iris“ kann Objekte erkennen, die 240 Kilometer groß sind. Was erst einmal viel klingt, kann beim Sonnendurchmesser von fast 1,4 Millionen Kilometern nur als Detail bezeichnet werden.

„Iris“ steht für Interface Region Imaging Spectrograph. Spektrographen sind im Grunde zwar auch Fernrohre, sie zerlegen das Licht aber in ihr Spektrum. Die Analyse des nach Wellenlängen separierten Lichts verspricht mehr Erkenntnisse über die Sonne.

„Iris“ startete zwar von der Vandenberg-Basis, aber nicht wie üblich gleich mit einer Rakete. Stattdessen wurde die „Pegasus“-Rakete unter ein Flugzeug namens Orbital L-1011 „Stargazer“ geschnallt. Das ist eine umgebaute „Tristar“ - das gleiche Muster, das früher Passagiere auf Linienflügen beförderte. In knapp 12 000 Metern Höhe wurde dann über dem Pazifik die Rakete abgeworfen und gezündet. Später trennte sich „Iris“ von der „Pegasus“-Rakete.

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