Schnelle Pasta, die glücklich machen

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In unserer Freitags-Serie verraten Menschen ihr Küchengeheimnis. Diesmal stellt uns der Münchner Florian Hartl (36) Nudeln aus Hülsenfrüchten vor. Diese sind in vier Minuten fertig und super gesund. Dazu schmeckt ganz klassisch ein Pesto.

Mein KÜchengeheimnis

von stephanie Ebner

Wer kennt das nicht: Auf dem Schreibtisch türmt sich die Arbeit. Keine Zeit, etwas Gescheites zu kochen. Mal wieder. Doch auf Dauer sind Fast Food und Fertigpizza keine Lösung. „Auch bei größtem Stress sollte die Ernährung gesund sein“, sagt Florian Hartl. „Und schön wär’s, wenn das Essen auch noch gut schmeckt.“

Der Münchner kennt das Dilemma von sich selbst und hat die Lösung: Nudeln aus Hülsenfrüchten. „Die gehen genauso schnell wie Fast Food, nur dass sie besser sind.“ Diese sind nicht nur nach vier Minuten Kochzeit fertig, sondern auch noch gesund: Weil diese Nudeln aus Hülsenfrüchten hergestellt sind, haben sie auch weit weniger Kohlenhydrate aus normale Nudeln. Florian Hartl sagt: „Mit diesen Nudeln kann man sich richtig satt essen und trotzdem dabei abnehmen.“ Nudeln aus Hülsenfrüchten sind zudem vegan und glutenfrei. Weil Mehle aus Kichererbsen und Linsen sind teurer sind als Weizenmehl, aus dem Pasta klassischerweise hergestellt wird, sind Nudeln aus Hülsenfrüchte jedoch teurer.

Florian Hartl hat die Nudeln selbst entwickelt. Sie heißen „Clever Pasta“. Seit vergangenem Jahr hat der Gründer sie auf den Markt gebracht. Ein Food Startup. „Das war nicht ganz einfach“, wie er erzählt. Besonders die Zusammensetzung des Nudelteigs stellte die Macher von Clever Pasta vor eine Herausforderung. „Bis der Teig schön geschmeidig war, hat’s viele Versuche gebraucht“, erzählt der Münchner. Beim Testessen zeigt sich: Von der Konsistenz sind diese Nudeln nicht ganz mit den herkömmlichen zu vergleichen, sie sind aber dicht dran. Unser Tipp: Mit viel Sauce arbeiten.

Florian Hartls Ziel ist es, dass seine Nudeln schmecken. Das sei mindestens genauso wichtig. „Essen soll Spaß machen“, ist der Gründer überzeugt.

Florian Hartl wuchs in München auf. Zuhause wurde meist deftige Hausmannskost gekocht. Doch selbst seine Eltern greifen mittlerweile auch zu seinen „gesunden Nudeln“. Die Mutter, weil sie schmecken, der Vater, weil er an den Nudeln die geringen Kohlenhydrate schätzt.

Schon mit 19 Jahren hat Florian Hartl sein erstes Online-Unternehmen gegründet, dann ging er nach Nürnberg, um Betriebswirtschaftslehre zu studieren. In Franken hat sich der Münchner erstmals mit Ernährung befasst: Seine Frau Stefanie, die er beim Studium kennen lernte, liebt es, von Reisen Innovationen für die Küche zu Hause mitzubringen. Florian Hartl selbst gründete in Nürnberg mit neun Studienfreunden einen Kochkreis. „Wir trafen uns immer montags zum Essen. Zwei Freunde waren jeweils fürs Essen zuständig.“ Seitdem kocht der Münchner auch gerne – „wenn ich genügend Zeit dazu habe“.

Zurück in München ließ ihn die Leidenschaft fürs Kochen und Genießen nicht los. Jetzt ist der 36-Jährige mit seinen Nudeln in den Markt eingesteigen. Mittlerweile gibt es sechs Sorten (Linsen, Kichererbsen, Erbsen, Chili, Bärlauch und Curcuma).

Beim Kochen verlieren die Nudeln zwar etwas Eigengeschmack, doch die Kombination aus Chilinudeln und einer Arrabiata-Sauce heizt ein. Garantiert. „Wer sich nicht vegan ernährt, gibt noch kleine Speckstückchen in die Sauce“, erklärt der Hobbykoch. „Das ist die klassische Variante.“

Wer in der Küche mit Hülsenfrüchte-Nudeln arbeitet, sollte ein paar Dinge beachten (siehe Tipps im Rezept-Kasten), dafür ist ein Nudel-Genuss ohne Reue sicher: Ein Teller Pasta macht garantiert satt. Heißhunger ade. Genau das Richtige für ernährungsbewusste Nudelfans, die nach den Festtagen ein paar Kilos abnehmen wollen.

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