Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Handel nur mit 2G, aber niemand kontrolliert

Salzburg lockt mit offenen Geschäften am Sonntag 

Wieder einmal auf Eigenverantwortung setzen die meisten Händler beim 2G-Nachweis, Kunden sollen sich also selbst kontrollieren.
+
Wieder einmal auf Eigenverantwortung setzen die meisten Händler beim 2G-Nachweis, Kunden sollen sich also selbst kontrollieren.
  • VonMichael Hudelist
    schließen

Wirtschaftskammer und Gewerkschaft haben sich darauf geeinigt, dass der Handel am kommenden Sonntag (19. Dezember) ausnahmsweise von 10 bis 18 Uhr öffnen darf. Allerdings nur Geschäfte, die vom dreiwöchigen Lockdown betroffen waren. Supermärkte, Drogeriemärkte und Diskounter sind also geschlossen.

Salzburg - „Der zusätzliche Einkaufstag soll die Kundenströme in der Vorweihnachtszeit entzerren“, hofft Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Da in Österreich nach wie vor ein Lockdown für Nicht-Geimpfte gilt müssten alle Geschäfte von Kunden einen 2G-Nachweis verlangen, im Gegensatz zu Bayern halten sich in Salzburg allerdings die wenigsten Händler an diese Verordnung.

Sowohl im Berchtesgadener Land, als auch in Salzburg gilt beim Shopping derzeit die 2G-Regel, also Kunden müssen einen Geimpft- oder Genesen-Nachweis vorweisen. Was im Berchtesgadener Land in der Regel sehr gut funktioniert, klappt in Salzburg in der Regel nicht. In den meisten Shops, zum Beispiel im Europark, gibt es keine Kontrolle, weder beim Zutritt noch beim Bezahlen an der Kasse. Europark-Manager Manuel Mayer meint, das Personal sei nicht verpflichtet zu kontrollieren - die Personalsituation sei ohnehin angespannt. Das Gesundheitsministerium sieht das freilich anders, der Handel sei laut Verordnung sehr wohl zur Kontrolle der 2G-Nachweise verpflichtet. 

Bis zu 5000 Kontrollen pro Tag im gesamten Bundesland

Polizeisprecher Hans Wolfgruber sagt auf Nachfrage, dass die Polizei im gesamten Bundesland pro Tag bis zu 5000 Corona-Kontrollen durchführen würde. „Bei jeder Amtshandlung, also zum Beispiel bei einer Verkehrskontrolle wird die 2G-Regel kontrolliert, weil es ja nach wie vor Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Geimpfte gibt“. Pro Woche würde es am Ende 50 bis 100 Beanstandungen geben, davon würden rund 80 Prozent zur Anzeige bei der Gesundheitsbehörde gebracht. Wolfgruber erinnert einmal mehr daran, dass die Polizei den Gesundheitsbehörden nur assistiert. Das heißt, immer Beamte der Gesundheitsbehörde am Ende entscheiden ob und wie gestraft wird. Auch bei Schwerpunktkontrollen oder bei Demonstrationen würden am Ende Beamte der Gesundheitsbehörde, also in der Stadt zum Beispiel das Gesundheitsamt, Anzeigen abarbeiten oder wegen „Unverhältnismäßigkeit“ liegen lassen. 

Neuer, alter Stau-Hotspot Münchner Bundesstraße 

Der ÖAMTC rechnet bereits mit einem starken Einkaufsverkehr aus Bayern, „denn vor Weihnachten kommen traditionell viele Besucher zum Einkaufen über die Grenze“, so Aloisia Gurtner vom ÖAMTC-Salzburg. Ausgebremst würden die Einkaufstouristen zum einen von stichprobenartigen Grenzkontrollen von Freilassing kommend - vor allem beim Kontroll-Container nach der Saalbrücke. Zum anderen gibt es seit dieser Woche ein neues Problem: da der Ausbau der Münchner Bundesstraße nun richtig begonnen hat und sowohl in Richtung Salzburg, als auch in Richtung Freilassing nur eine Fahrspur zur Verfügung steht kommt es zu umfangreichen Staus und einem Zeitverlust von teilweise bis zu einer Stunde. In der Altstadt könnten zudem  die Parkplätze knapp werden.

Auch die beiden offenen Christkindlmärkte in der Altstadt und in Hellbrunn werden vermutlich viele Bayern anlocken. „Schon am letzten Wochenende kam es zu stockendem Verkehr auf der Zufahrt zum Adventzauber beim Schloss Hellbrunn, auch die Parkflächen stießen an die Auslastungsgrenze“, so Gurtner. Sie empfiehlt auf Busse und Bahnen umzusteigen, für den Hellbrunner Advent gibt es zwei Großparkplätze beim Tiergarten und am P+R-Platz Salzburg-Süd, von Berchtesgaden kommen vor der Hellbrunner Brücke.

hud

Mehr zum Thema

Kommentare