Zahlreiche Verletzte in Moskau

Triebwerk-Katastrophe: Notlandung in Maisfeld - Piloten gelingt Kunststück

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Moskau: Die Notlandung im Maisfeld rettete allen Insassen das Leben. 

Horrorvorstellung für Flugreisende: Vögel fliegen ins Triebwerk, die Maschine muss notlanden. Die Piloten verhindern bei Moskau wohl eine Katastrophe.

Moskau/Russland - Ein Schwarm Vögel hat nahe Moskau für ein Horror-Szenario für Flugreisende Wirklichkeit werden lassen. Mit mehr als 230 Personen an Bord musste ein Airbus notlanden. Trotz ausgefallenen Triebwerken und mit eingefahrenem Fahrwerk gelang den Piloten das Kunststück, alle Insassen zu retten.

Dennoch wurden laut der russischen Agentur Tass mindestens 74 Menschen verletzt, darunter 17 Kinder. Passagiere bezeichneten die Rettung als Wunder.

Kein Insasse überlebte einen Horror-Crash auf Mallorca (25. August), wie tz.de* berichtet. Ein Hubschrauber eines deutschen Unternehmens ist mit einem Ultraleichtflugzeug kollidiert.

Moskau: Ganzer Schwarm Möwen steuert in Airbus-Triebwerke - Katastrophe knapp umschifft

Die Passagiere sind womöglich nur knapp einer Katastrophe entkommen. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde war ein Schwarm Möwen beim Start in das Triebwerk der Maschine der Fluglinie Ural Airlines geraten. Dies habe zu erheblichen Störungen geführt. 

Der Fluggesellschaft zufolge waren beide Triebwerke betroffen. Ein Video, das von einem Passagier veröffentlichte wurde, zeigte die Vögel laut dpa offenbar beim Abheben der Maschine.

Ebenfalls in Moskau ereignete sich Anfang Oktober wohl ein weiterer Vorfall mit einem Verkehrsmittel. Ein Zug aus Deutschland musste evakuiert werden, da Verdacht auf erhöhte radioaktive Strahlung bestand.

Moskau: Notlandung in Maisfeld ein Kunststück der Piloten

Bei der Notlandung am Flughafen Schukowski vor den Toren Moskaus hätten die Piloten die Motoren abgeschaltet, teilte die Behörde weiter mit. Das Fahrwerk der voll betankten Maschine sei nicht ausgefahren gewesen. Die genauen Umstände werden noch untersucht.

Auf Bildern war zu sehen, dass der Airbus 321 in dem Maisfeld mehr als einen Kilometer von der Landebahn entfernt steht. Die Crew habe die Maschine über kleinere Notrampen evakuiert. Videos zeigten, wie sich Menschen durch Maispflanzen von dem Flugzeug entfernten. An der Maschine sei erheblicher Schaden entstanden.

Piloten retten allen Insassen das Leben: Notlandung bei Moskau glückt

In sozialen Netzwerken dankten viele Passagiere den beiden Piloten. Sie hätten 226 Menschen das Leben gerettet. „Herzlichen Glückwunsch zu eurem Geburtstag“, hieß es in Kommentaren. Die Agentur Ria Nowosti zitierte einen Fluggast mit den Worten: 

„Ich hielt mein Kreuz fest, jetzt glaube ich definitiv an Gott.“ Bei Tass schilderte eine Mutter den Anruf ihres 14 Jahre alten Sohnes, der nach der Notlandung bei ihr anrief: „Mama, unser Flugzeug ist abgestürzt. Ich lebe.“

Notlandung bei Moskau: Regierung feiert Piloten als Helden

Der Kreml nannte die Piloten Helden. Sie sollten staatliche Auszeichnungen erhalten. Ministerpräsident Dmitri Medewedew sagte der Agentur Interfax zufolge: „Dank dem sehr geschickten Vorgehen der Besatzung ist es gelungen, eine Katastrophe und den Tod der Menschen zu verhindern.“ Die Piloten hätten genau das getan, was ihnen beigebracht worden sei, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

Neben den 226 Passagieren befanden sich sieben Besatzungsmitglieder an Bord. Die Maschine sollte von Moskau nach Simferopol auf der Halbinsel Krim fliegen, wo viele Russen Urlaub machen. Dort verursachte im Januar eine Explosion einen Brand auf einem Schiff vor der Küste

Anfang Mai waren bei einer Flugzeugkatastrophe in Moskau 41 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine war auf ihrem Weg nach Murmansk im Norden des Landes kurz nach dem Start zum Moskauer Flughafen Scheremetjewo zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte der Suchoi Superjet-100 mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. Wie Merkur.de* berichtet, stürzte außerdem in Würzburg ein Ultraleichtflugzeug ab.

Auch am Berliner Flughafen Tegel landete zuletzt eine Maschine mit einigen Verletzten. In der Nähe von Trier ist ein US-Kampfjet abgestürzt, der Pilot kam ins Krankenhaus. 

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

dpa

Zurück zur Übersicht: Welt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Kommentare