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Im Kreis Rosenheim, Traunstein, Altötting und der Region

Zahlreiche Corona-Partys mit aggressiven Gästen und „Gottesdienst mit Freunden“ aufgelöst

  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Die Menschen sehnen sich nach Lockerungen, privaten Zusammenkünften und ein Stück Normalität. Im Kampf zur Eindämmung der Pandemie gelten aber weiterhin strenge Regeln und Kontaktverbote. Viele Menschen wollen diese aber nicht mehr befolgen und verstoßen immer häufiger gegen das Infektionsschutzgesetz. Auch an diesem Wochenende hatte die Polizei deshalb alle Hände voll zu tun.

Oberbayern - „Einsätze mit Bezug zur Corona-Pandemie forderten die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auch an diesem Wochenende. Wieder mussten Privatfeiern und Zusammenkünfte aufgelöst und Verstöße gegen die nach wie vor geltenden Infektionsschutzbestimmungen angezeigt werden“, teilte beispielsweise das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in einer Pressemitteilung mit. 

Schwerwiegende Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab es fast überall in der Region und oft zeigten sich die Veranstalter nicht einsichtig. Unter anderem in Burghausen, in Amerang und Traunreut wurde ausgelassen gefeiert. Eine Zusammenkunft in der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und ein „Gottesdienst mit Freunden“ in Eggstätt sorgten für spezielles Aufsehen. Bereits am vergangenen Wochenende gab es Aufregung um einen Flashmob, Grapscher, Drogen und verletzte Beamte.

Landkreis Rosenheim

  • Grillfeier als „Gottesdienst“ getarnt in Eggstätt: Nach einer Mitteilung überprüften zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Prien am Chiemsee am Freitagabend (14. Mai) gegen 21.15 Uhr ein Anwesen in Eggstätt. Im Garten des Wohnhauses und im Umfeld feierten rund 20 Menschen. Es wurde gegrillt und Alkohol getrunken, Abstände wurden nicht eingehalten und Mund-Nase-Bedeckungen nicht getragen. Beim Anblick der Polizei entfernten sich einige Teilnehmer. Der Veranstalter, ein 70-jähriger Mann, gab an, im Rahmen der Feier seines kurz zuvor begangenen Geburtstages „einen Gottesdienst mit Freunden abzuhalten“. Das Zusammentreffen wurde von der Polizei aufgelöst, gegen alle 12 noch anwesenden Personen wurden Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet.     
  • Party in Amerang: Am Samstagabend, 15. Mai, wurden Beamte der Polizeiinspektion Wasserburg auf eine Party im Gemeindebereich von Amerang aufmerksam gemacht. Circa 20 Personen im Alter von 17 bis 56 Jahren hatten sich dort in einem Partyraum getroffen und dabei gegen die geltenden Infektionsschutzbestimmungen verstoßen. Als die Beamten gegen 21.50 Uhr vor Ort eintrafen, flüchteten einige Teilnehmer der Feier in den nahegelegenen Wald. Seitens des uneinsichtigen 55-jährigen Hauseigentümers kam es zu Widerstandhandlungen, er schlug dabei einem Beamten gegen die Brust. Der Mann muss sich jetzt neben einem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz auch für einen tätlichen Angriff gegen einen Polizeibeamten verantworten. Gegen 7 weitere Personen folgen Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz. 

Landkreis Traunstein:

  • Geburtstagsparty in Traunreut: Seinen 25. Geburtstag feierte ein junger Mann am Freitag (14. Mai) mit acht Gästen in seiner Wohnung in Traunreut. Nach einem Hinweis aus der Nachbarschaft hatten Beamte der Polizeistation Traunreut dort gegen 19.30 die Feiernden festgestellt. Nach Feststellung der Personalien wurde die Geburtstagsfeier beendet, alle Beteiligten wurden angezeigt. 

Landkreis Altötting

  • Geburtstagsparty in Burghausen: Einer Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Burghausen fielen am Samstagabend (15. Mai) gegen 22 Uhr mehrere tanzende Personen in einem Anwesen in der Burgkirchener Straße auf. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass sich die 15 anwesenden Personen dort zu eine Geburtstagsfeier getroffen hatten. Die Feier musste aufgelöst werden, gegen alle Beteiligten wurden Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet. 

München:

  • Party in Milbertshofen: Am Samstag (15. Mai) gegen 0.20 Uhr informierte ein Mitteiler den Polizeinotruf darüber, dass in einem Haus in der Schleißheimer Straße in Milbertshofen eine laute Party mit vielen Personen stattfinden würde. Mehrere Streifen der Münchner Polizei fuhren zu der Örtlichkeit und trafen in dem Haus im Keller in einem Gemeinschaftsraum auf 17 Personen (zehn Männer und sieben Frauen, 13 mit Wohnsitzen in München, drei in Frankfurt und einer in Hamburg, im Alter von 21 bis 27 Jahren), die dort zusammen feierten. Es wurden keine Abstände zueinander eingehalten und keine Masken getragen. Dazu stammten alle aus unterschiedlichen Haushalten. Sie wurden wegen Verstößen des Infektionsschutzgesetzes angezeigt und die Party wurde beendet.
  • Feier unter Wittelsbacherbrücke: Am Samstag (15. Mai) gegen 19.15 Uhr, meldete ein Zeuge dem Polizeinotruf 110, dass unter der Wittelsbacherbrücke eine Party mit lauter Musik und vielen Personen stattfinden würde. Mehrere Streifen der Münchner Polizei fuhren zu der Einsatzörtlichkeit und stellten sowohl im Bereich der Wittelsbacher- als auch der Reichenbachbrücke mehrere Personen fest, die dort feierten. Alle Partys wurden eingestellt und 27 Personen wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Über 50 Personen erhielten Platzverweise und eine betrunkene Minderjährige wurde ihren Eltern übergeben.

Landkreis Garmisch-Partnekirchen:

  • Techno-Party mit Marihuana und Ecstasy: Einer Mitteilung über laute Technomusik ging die Polizei Garmisch-Partenkirchen am späten Samstagabend in der Marktgemeinde nach. In der betreffenden Wohnung in der Hauptstraße befanden sich 13 Personen, die meisten davon aus verschiedenen Hausständen. Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz waren die Folge. Weil die Polizisten auch noch Marihuanageruch wahrnahmen, durchsuchten sie mit staatsanwaltschaftlicher Anordnung die Räume und stellten dabei neben geringen Mengen von Marihuana und Ecstasy mehrere Marihuanapflanzen und Aufzuchtutensilien sicher. Ein 23-Jähriger leistete gegen die Polizeimaßnahmen Widerstand, musste gefesselt, vorläufig festgenommen und einer Blutentnahme zugeführt werden.   
  • Alkoholvergiftung in Murnau: In Murnau wurde der Polizei am frühen Sonntagmorgen (16. Mai) gegen 0.30 Uhr eine lautstarke Party im Freien mitgeteilt. 10 Personen trafen die Beamten noch an, weitere waren zu Fuß geflüchtet. Von den Anwesenden wurden die Personalien erhoben, ihnen wurden Platzverweise erteilt und es wurden Anzeigen erstattet. Ein 18-Jähriger musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden, der Grund dürfte eine Alkoholintoxikation gewesen sein. 

Landkreis Weilheim-Schongau

  • Eltern müssen Partyvolk bei Rottenbuch abholen: Einer Mitteilung über eine verbotene Feier in einer Hütte bei Rottenbuch ging die Polizeiinspektion Schongau am Samstagabend, 15. Mai, gegen 22.35 Uhr nach. 14 Personen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren wurden dort bei lauter Musik und dem Konsum von Alkohol angetroffen. Die Party wurde aufgelöst, teilweise wurden die Gäste von ihren verständigten Eltern abgeholt. Alle Partyteilnehmer erwarten Bußgeldverfahren wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz.  

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

  • Zusammenkunft in Fußgängerzone in Bad Tölz: Einer Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Tölz fielen am Samstagabend (15. Mai) mehrere Personen auf, welche sich in der Fußgängerzone von Bad Tölz auf Klappstühlen und an kleinen Tischen niedergelassen hatten und Alkohol konsumierten. Abstände wurden nicht durchgehend eingehalten, Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) wurden nicht getragen. Gegen rund ein Dutzend Personen wurden Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet und Platzverweise ausgesprochen.   

mz/Polizeipräsidium Oberbayern Süd/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder

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