Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Zentralrat der Juden: „Wir bleiben“

Trotz täglicher drohungen . Antisemitismus weiter präsent – Trotzdem sei Deutschland sicher.

München – Die Juden in Deutschland fühlen sich einigermaßen sicher. Während in Frankreich immer mehr Menschen aus Angst vor dem Antisemitismus das Land verlassen, ist es in Deutschland nur „eine verschwindend geringe Zahl“. Das berichtete Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, im Presseclub München. 7000 Menschen sind allein im vergangenen Jahr wegen grausamer Übergriffe von Frankreich nach Israel ausgewandert, Hunderte in weitere Länder. In Deutschland sehe Schuster derzeit aber keinen Anlass für einen Wegzug. Trotzdem sei Antisemitismus weiter präsent.

In „manchen Problemvierteln in Großstädten“ empfiehlt Schuster weiterhin keine Kippa auf offener Straße zu tragen. Dennoch bräuchten sich Juden in Deutschland im Jahr 2015 nicht fürchten. Schuster sehe eher ein „ab- straktes Bedrohungspotenzial“. Jedoch berichtete er von Drohbriefen und E-Mails an jüdische Einrichtungen.

„Die kommen fast täglich“, sagte er. „Meistens anonym und ohne bestimmte Gewalt- androhung, nur Beschimpfungen.“ Man gewöhne sich daran, so Schuster. Die Quantität des Antisemitismus in Deutschland habe sich nicht verändert, „wohl aber die Qualität“, sagte Schuster. Neu sei zudem ein Antisemitismus von links unter dem Deckmantel der Israelkritik. Kritik an der Politik des Landes Israel sei absolut legitim. Problematisch werde es dann, wenn Israelkritik mit Pauschalurteilen verbunden werde.

Antisemitische Töne kämen außerdem von muslimischen Jugendlichen. Schuster fordert deshalb die Einführung eines muslimischen Religionsunterrichts – Aufklärung als Vorbeugung. Es gebe in Deutschland leider einzelne Moschee-Gemeinden, vor allem aus dem arabischen Raum, die Antisemitismus förderten. Carolin Nuscheler

Kommentare