Rücktrittsvorbereitungen?

Krebs-Diagnose für Putin? Kreml-Insider behauptet, dass seine Nachfolgerin schon im Januar verkündet wird

Laut einem Kreml-Insider soll Wladimir Putin an Krebs erkrankt sein. Schon im Januar soll seine Nachfolgerin verkündet werden - demnach denkt Putin an seine Tochter Katerina Tikhonova.

Update vom 25. November, 10.45 Uhr: Nach neusten Informationen lässt sich der russische Regierungschef Wladimir Putin nur noch selten im Kreml blicken. Das befeuert die seit Wochen kursierenden Gerüchte, dass Putin schwer krank sei und bald zurücktreten werde. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau* trat er jedoch am Dienstag auf und gab ein wie gewohnt wortreiches Interview.

Erstmeldung vom 21. November, 22.15 Uhr: London - Die Gesundheit von Wladimir Putin wird wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Eine ganze Abteilung soll sich darum kümmern, dass der Kreml-Chef gesund bleibt. Einer seiner Leibärzte, Sergej Mironow, soll nur so viel gesagt haben: „Aus medizinischer Sicht ist Putin bedeutend jünger, als er es nach seinem Alter wäre.“ Im Allgemeinen bevorzugt Putin demnach Honigtee und schonende Massagen - Medikamenten gegenüber sei er eher skeptisch.

Doch nun bringt ein Kreml-Insider erneut Gerüchte um den Gesundheitszustand des Präsidenten in Umlauf. Putin soll an Krebs erkrankt sein und Anfang dieses Jahres operiert worden sein. Dem britischen Daily Mail hatte Valery Solovei, ein prominenter Kritiker Putins*, demnach erzählt, dass Putin schon für Anfang 2021 seinen Rücktritt plant und seine Tochter Katerina Tikhonova als Nachfolgerin etablieren will. Sie ist als Akademikerin, Tänzerin und Autorin bekannt:

Krebs-Diagnose für Putin? Kreml-Kritiker enthüllt angebliche Rücktrittspläne des russischen Präsidenten

Spekulationen um eine mögliche Erkrankung gibt es laut Daily Mail schon seit Papiere durchgesickert waren, wonach Putin Vorbereitungen für die Zeit nach seiner Präsidentschaft trifft. Doch für Solovei steht fest: Putin leidet unter Parkinson und an einem Krebs, der ihn schon bald zum Rücktritt zwingen soll. „Ich bin kein Arzt und kann keine genaue Diagnose sagen“, soll Solovei allerdings auch gesagt haben.

Besonders Anzeichen einer möglichen Parkinson-Erkrankung werden demnach in Russland aufmerksam beobachtet: So soll Putin bei Fernsehauftritten immer wieder aus einer Tasse mit Medikamenten trinken oder seine Beine unter dem Tisch zittern. Jüngst hatte ein heftiger Hustenanfall während eines Live-Auftritts die Spekulationen angeheizt, dass Putin erkrankt sein könnte.

Putin krebskrank? Sollen die Gerüchte seine Position schwächen?

Auffällig ist allerdings, dass es Gerüchte zu einer möglichen Krebserkrankung Putins schon aus dem Jahr 2012 gibt. Immer wieder war über seinen Gesundheitszustand spekuliert worden, wenn sich Putin für eine längere Zeit nicht in der Öffentlichkeit zeigte. Internationale Beobachter gingen etwa 2014 davon aus, dass damit Putins Position geschwächt werden sollte, wie focus.de damals schrieb. Laut Daily Mail hat der Kreml die Spekulationen um eine Erkrankung zurückgewiesen.

Als sicher gilt dagegen: Staatschef Putin muss sich Sorgen um die Gesundheit seiner Bürger Sorgen machen. Zuletzt hatte es über 23.000 Neuansteckungen mit dem Coronavirus* binnen eines Tages gegeben.

Russland kämpft unter anderem in Behelfskrankenhäusern gegen die Pandemie. „Die Annahme, alles sei in Ordnung, ist fehl am Platz“, hatte Putin gesagt. (kat) *Merkur.de und fr.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Alexei Nikolsky

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