USA wenden für CIA-Operationen 15 Milliarden auf

Geheimdienste Washington/München – Die USA haben seit den Anschlägen vom 11.

September 2001 ein gigantisches Geheimdienstimperium aufgebaut. Die Ausgaben für die 16 Spionagebehörden hätten sich bis heute auf 52,6 Milliarden Dollar verdoppelt, berichtete die „Washington Post“. Sie beruft sich auf einen vertraulichen Budgetentwurf, der aus dem Enthüllungsfundus des Ex-Geheimdienstmitarbeiters Snowden stamme. Geheimdienstchef Clapper habe bestätigt, dass „beträchtlich“ investiert worden sei.

Der Bericht biete der Öffentlichkeit erstmals einen detaillierten Überblick über die Prioritäten, Ziele und Probleme des Schnüffelapparates mit seinen 107 000 Mitarbeitern. Manche Informationen sind so brisant, dass die Zeitung sie nach Absprache mit der Regierung unveröffentlicht ließ. 2013 werden für CIA-Operationen rund 14,7 Milliarden Dollar und gut 21 000 Mitarbeiter veranschlagt. Allein 2,6 Milliarden kosteten „verdeckte Aktionsprogramme“, wozu Drohnenschläge zählen. 68,6 Millionen würden für „falsche Identitäten“ der Spione im Ausland benötigt.

Unterdessen widersprach CSU-Chef Horst Seehofer führenden Politikern der CDU, die die Späh-Affäre für beendet erklärt hatten. „Nichts ist ausreichend geklärt“, zitiert ihn die Zeitung „Donaukurier“. Es sei ein spezielles Datenabkommen mit den USA nötig.

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