Vogel: Verheiratete Männer sollen Priester werden

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Die katholische Kirche in Deutschland sollte nach Ansicht des Ehrenvorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bernhard Vogel (CDU), die Zulassung von verheirateten Männer zum Priesteramt erwägen.

Berlin - Verheiratete Männer sollen - zumindest in Deutschland - zum Priesteramt zugelassen werden. Das fordert der CDU-Politiker und Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bernhard Vogel. Seine Begründung:

Die katholische Kirche in Deutschland sollte nach Ansicht des Ehrenvorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bernhard Vogel (CDU), die Zulassung von verheirateten Männer zum Priesteramt erwägen. In einem Beitrag für die Zeitung “Bild am Sonntag“ schreibt Vogel: “Man sollte ernsthaft prüfen, verheiratete, bewährte Männer zur Priesterweihe zuzulassen.“ Zur Begründung argumentierte Vogel: “Priestermangel führt in Deutschland zu einer Notsituation: Vielen Gläubigen wird ihr Recht auf die Sonntagsmesse vorenthalten, viele Gemeinden drohen in Zukunft priesterlos zu bleiben. Eine Gemeindereform kann nicht die einzige Reaktion darauf sein“, schrieb der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen und Rheinland-Pfalz.

Lesen Sie auch: Ein Priester aus Trostberg legt sein Amt nieder. Seine Beweggründe veröffentlicht er im Internet. Sie könnten zu einem Umdenken in der katholischen Kirche anstoßen.

Für katholische Priester, die heute noch den Zölibat leben, äußerte Vogel Respekt: “Der Zölibat ist noch zeitgemäß - und Priester sind hoch zu achten, die ihn heute noch aus innerer Überzeugung leben.“ Dennoch sei das Prinzip des Eheverbots überdenkenswert: “Der von der Bischofskonferenz beschlossene Dialogprozess sollte genutzt werden, um darüber zu sprechen. Denn auch wir Laien sind Kirche und haben deshalb die Pflicht, uns an diesem Dialog zu beteiligen.“

dapd

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