Vertane Chance

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Scheitern des Münchner Islamzentrums. Es war gewiss naiv, auf Großspender aus dem arabischen Raum zu bauen.

Und der ständige Zeitdruck war dem Projekt eines Münchner Islamzentrums gewiss auch nicht zuträglich. Das Scheitern des Vorhabens kam zu diesem Zeitpunkt also nicht mehr überraschend. Mehrmals schon hatten die Initiatoren um Imam Benjamin Idriz und dem Münchner Forum für Islam (MFI) die Stadt vertröstet und um eine Fristverlängerung gebeten. Immer hieß es, das Geld für den Grundstückskauf würde schon fließen. Tat es nicht.

Kritiker könnten nun sagen, es ist viel Zeit verstrichen – und die Fläche hätte auch sinnvoll anders genutzt werden können. Stichwort Wohnungsnot in München. Doch eines ist auch klar: Das Scheitern ist bedauerlich. Es wäre in Zeiten des Misstrauens ein Integrationsprojekt mit Strahlkraft über die Grenzen Münchens hinaus gewesen. Eine Moschee, in der auf Deutsch ein Islam westlicher Prägung gepredigt werden soll. Gut also, dass sich dass das MFI an seiner Idee festhält – bloß eine Nummer kleiner. Einen Architekturentwurf gibt es ja.

Klaus Vick

Sie erreichen den Autor unter

Klaus.Vick@politik.net

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