Gedenkfeier für 9/11 

Trump kündigt massive Angriffe gegen Taliban an: Härter, als je zuvor

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Gedenken 9/11 - Donald und Melania Trump in Washington.

Auf der Gedenkfeier für die Opfer der Anschläge am 11. September 2001 hat US-Präsident Donald Trump verheerende Rache angekündigt. Der Al-Kaida-Chef rief am selben Tag zu Angriffen gegen die USA auf. 

Washington - US-Präsident Donald Trump hat weitere massive Militäroperationen in Afghanistan gegen die radikalislamischen Taliban angekündigt. In den vergangenen vier Tagen hätten die US-Truppen härter gegen diesen Feind zugeschlagen als jemals zuvor, „und dies wird weitergehen“, sagte Trump am Mittwoch während einer Gedenkzeremonie am Pentagon zum 18. Jahrestag der Terroranschläge des 11. September.

Am selben Tag rief Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri seine Anhänger weltweit zu Angriffen gegen die USA, Israel und ihre Verbündeten auf. In einer am Mittwoch verbreiteten Videobotschaft verlangte er Vergeltung für deren „Verbrechen“ gegen die Palästinenser. „Wie sie sich gegen uns verschwören und zusammenschließen, müssen wir sie überall jagen (...) zu einer Zeit und an einem Ort unserer Wahl.“ Ob die Videobotschaft in Reaktion auf Trumps Drohung veröffentlicht wurde oder umgekehrt, Trump vor seiner Drohung von dem Video wusste, ist nicht klar. 

Trump kündigt weitere massive Angriffe gegen Taliban an

Amerika verstehe nur die Sprache der Gewalt, sagte der Anführer des Terrornetzwerks in dem Video weiter. Die USA versuchten, mit denjenigen zu verhandeln, die ihnen Schaden zufügten.

Trump hatte bereits zuvor die seit rund einem Jahr mit den Taliban geführten Friedensgespräche für „tot“ erklärt. Ein für das vergangene Wochenende geplantes Treffen mit Taliban-Vertretern in Camp David, dem Landsitz der US-Präsidenten, sagte er nach eigenen Angaben kurzfristig ab. Als Begründung nannte Trump einen Taliban-Anschlag in Kabul, zu dessen Todesopfern ein US-Soldat zählte.

Im Gedenken an die Zwillingstürme des World Trade Centers. 

Die Planungen für das Treffen mit den Taliban in Camp David waren bis zu Trumps am Wochenende öffentlich verkündeter Absage nicht bekannt gewesen. Dass das Treffen an diesem Ort und ausgerechnet wenige Tage vor dem Jahrestag der 9/11-Anschläge hatte stattfinden sollen, wurde in den USA von Vertretern unterschiedlicher politischer Lager heftig kritisiert.

Auch der am Dienstag von Trump entlassene Nationale Sicherheitsberater John Bolton hatte laut US-Medienberichten gegen die Friedensgespräche mit den Taliban und das geplante Camp-David-Treffen opponiert.

Trump kündigt weitere massive Angriffe gegen Taliban an

Die Taliban hatten vor den Terroranschlägen des 11. September dem damaligen Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und anderen Mitgliedern des Terrornetzwerks in Afghanistan Unterschlupf gewährt. Nach den Anschlägen marschierten die USA in Afghanistan ein und stürzten die Taliban-Regierung in Kabul.

Bei den von Al-Kaida-Mitgliedern mit gekaperten Flugzeugen verübten 9/11-Anschlägen waren in New York, im Pentagon bei Washington und im US-Bundesstaat Pennsylvania fast 3000 Menschen getötet worden. Gedenkveranstaltungen fanden am Mittwoch an allen Anschlagsorten statt. Dabei wurden wie schon in den vergangenen Jahren die Namen aller Opfer vorgelesen. 

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