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Der US-Präsident besucht Krün

Obama und Merkel werden im 1900-Einwohner-Ort von Alphornbläsern, Trachtlern und einer Mass Bier empfangen. Krün – Nun ist es offiziell: Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama verschanzen sich beim G7-Gipfel nicht nur zu Geheim-Gesprächen im Schloss Elmau und reden über Weltpolitik.

Sie zeigen sich auch in der Öffentlichkeit. Bürgernah. Merkel wird ihren Gast aus den USA am Sonntagvormittag vor dem Krüner Rathaus begrüßen – im Beisein der Einheimischen und etlicher Ortsvereine.

Das bestätigte Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) gegenüber dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt: „Das ist wirklich eine ganz, ganz große Ehre für uns.“ Merkel und Obama werden sich bei dem rund einstündigen Termin, angesetzt zwischen 10 und 12 Uhr, ins Goldene Buch des Dorfes eintragen. Musikalisch begrüßt werden die beiden Regierungschefs zünftig bayerisch, von Alphornbläsern und der Musikkapelle Krün. Zudem machen die Orts- sowie Abordnungen der Isartaler Trachtenvereine Obama und Merkel ihre Aufwartung.

Schwarzenberger lädt alle Krüner Bürger explizit zum Obama-Termin ein. Eine Art improvisierten Biergarten soll es vor der Alpenkulisse geben. Eine Idee ist, dass Trachtlerkinder Obama sein Bier servieren. Der US-Präsident und Merkel sprechen Grußworte. „Der Ablauf ist noch nicht 100-prozentig sicher“, betont der Bürgermeister. Doch eines ist klar: Wer keinen Ausweis mit Krüner Adresse besitzt, muss dem hohen Besuch fernbleiben. „Das Thema Sicherheit spielt eine große Rolle“, begründet Schwarzenberger. Nur Einheimische dürfen zum Rathaus, für alle anderen „wird Krün abgeriegelt sein“. Zumindest einige Stunden am Sonntagvormittag. Geplant sind zwei Sicherheitszonen – ähnlich wie rund um den Tagungsort im Schloss, zu dem sich Obama und Merkel im Anschluss begeben.

In der ersten Zone am Ortseingang darf sich jeder nach einer Personen-Kontrolle „relativ frei bewegen“, sagt der Bürgermeister. Wer in die zweite Zone rund ums Rathaus möchte, muss mit „einem Scan wie am Flughafen“ rechnen. Alle, die die beiden Staatschef nicht hautnah erleben können, können sie am TV verfolgen, das Bayerische Fernsehen überträgt live.

Bereits vor einer Woche hatte unsere Zeitung über den möglichen Besuch von Obama und Merkel in Krün berichtet. Damals hatten Diplomaten noch geschwiegen und Bürgermeister Schwarzenberger tief gestapelt: „Davon bin ich sehr überrascht. Ich würde mich aber natürlich sehr freuen, wenn Frau Bundeskanzlerin in unseren Ort kommt.“ Zu diesem Zeitpunkt stand noch die Genehmigung der amerikanischen Delegation für den Termin am Rathaus aus.

Der Gemeinde Krün tut dieser Besuch auch in touristischer Hinsicht sicher gut. Zwar kann sich das idyllische Dorf in perfekter Alpenkulisse über Urlaubermangel nicht beschweren, Dennoch: Neben dem Fünf-Sterne-Luxus-Hotel Schloss Elmau rückt nun auch der Ort mit gerade einmal 1900 Einwohnern erstmals in den Fokus der Weltmedien. Janine Tokarski

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