DONALD TRUMP UND KIM JONG UN

Die Unberechenbaren

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Nach dem jähen Ende des politischen Frühlings zwischen den USA und Nordkorea bleiben viele Fragen.

Wie diese: Wie geht es nach dem teilweise ungelenk formulierten Schreiben von Donald Trump an Kim Jong Un weiter? Droht eine Eskalation, nachdem der US-Präsident einmal mehr unverhohlen mit dem machtvollen Nukleararsenal der Vereinigten Staaten gedroht hat? Oder lässt sich die Tür zur Diplomatie, die Trump einen Spalt offen gelassen hat, doch noch weiter aufstoßen? Eine erste Reaktion aus Pjöngjang hat gezeigt, dass man dort weiter gesprächsbereit ist. Und Trump signalisiert plötzlich, dass er den Gipfel am 12. Juni doch noch nicht abgeschrieben hat.

Angesichts der Volatilität des US-Präsidenten und der notorischen Unberechenbarkeit Kims bleibt derzeit allerdings nur der Schluss, dass es keine zuverlässigen Prognosen geben kann. Und realistisch gesehen stehen die Chancen auf eine nachprüfbare Abrüstung Nordkoreas ohnehin eher schlecht. Die Diktatur hat in den letzten Jahrzehnten vor allem damit überzeugt, gutgläubige Verhandlungspartner zu täuschen. Und: Mit der Aufgabe der Nuklearwaffen gäbe Kim auch seine Lebensversicherung weg. Wird er dies riskieren, wo doch das Schicksal von Libyens Muammar Gaddafi nachdrücklich klargemacht hat, wie tödlich Konzessionen enden können?

Friedemann Diederichs

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Politik@ovb.net

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