Umstrittene Ausstellung

Mit der Ausstellung „Über Deutschland 1800 – 1939. Von Friedrich bis Beckmann“ wollte der Louvre die deutsche Denkweise und Kulturlandschaft des 19.

Jahrhunderts vermitteln. Doch was vereinen sollte, führte zum Streit. Die 200 Werke umfassende Ausstellung, die unter anderem Gemälde und Zeichnungen von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge, Paul Klee, Otto Dix und einen Filmauszug von Leni Riefenstahl präsentiert, wurde vor allem von deutscher Seite angegriffen. Kunstkritiker bemängeln die ideologische Ausrichtung. Sie unterstellten dem Louvre, seine eigene Geschichte Deutschlands gebastelt zu haben, die alle Klischees des romantisch-fremden, gefährlich dunklen Nachbarn bestätige.

Beim Publikum findet die noch bis zum 24. Juni dauernde Ausstellung dessen ungeachtet großen Anklang. Mit durchschnittlich 3400 Besuchern täglich gehört sie zu einer der meistbesuchten Werkschauen.

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