Der „Umlage-Dschungel“

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Bisher zahlen die Bürger die Energiewende über den Strompreis. In diesem Jahr machen deshalb Steuern, Abgaben und Umlagen bereits 52 Prozent des Strompreises aus.

Das hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ermittelt. Zu diversen Umlagen kommen bei jeder Kilowattstunde 2,05 Cent Stromsteuer – und 19 Prozent Mehrwertsteuer. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will den Umlageanstieg bremsen.

Ökostrom-Umlage: Macht derzeit 21 Prozent des Strompreises aus. Sie ist 2014 auf 6,24 Cent je Kilowattstunde gestiegen. Gezahlt wird damit die Differenz zwischen dem am Markt für den Strom erzielten Preis und den auf 20 Jahre garantierten festen Vergütungssätzen.

Umlage für Netzentgelt-Rabatte der Industrie (4 Euro im Jahr bei 4000 Kilowattstunden Verbrauch laut dem Vergleichsportal Verivox): Die §19-Umlage musste bereits reformiert werden. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf und auf Druck der EU-Kommission war eine Komplettbefreiung von Netzentgelten für über 200 besonders energieintensive Unternehmen aufgehoben worden. Nun gibt es gestaffelte Rabatte, je nach Verbrauch oder Lastverschiebung in nachfrageschwache Nachtstunden. Dadurch ist die Umlage gesunken.

Offshore-Umlage (10 Euro): Damit werden Kosten für Verspätungen oder Pannen bei der Netzanbindung von Meer-Windparks abgewälzt.

Konzessionsabgabe (68 Euro bei 4000 kWh laut Vervivox im Schnitt): Damit werden Städte und Gemeinden unter anderem für die Nutzung von Straßen und Wegen zur Verlegung von Leitungen entlohnt.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Umlage (7 Euro bei 4000 kWh) Damit wird die entsprechende Strom- und Wärmegewinnung in KWK-Anlagen gefördert.

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