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Teilmobilmachung in Russland

„Ethnische Säuberungen“: Putin schickt Minderheiten an die Front

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Kreml-Chef Putin braucht Soldaten für seinen Krieg in der Ukraine. Viele der eingezogenen Männer sollen ethnischen Minderheiten angehören.

Moskau – Seitdem Wladimir Putin wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine am 21. September die Teilmobilisierung angekündigt hat, finden Proteste in Russland gegen die Maßnahme statt. Gleichzeitig häufen sich Berichte über die massenhafte Flucht wehrfähiger Männer. Der Kreml reagiert bereits und plant offenbar, seine Grenzen für Männer im Mobilisierungsalter zu schließen. Wie die unabhängige russische Nachrichtenseite Meduza berichtet, soll dies nach Abschluss der Scheinreferenden am Dienstagabend (27. September) geschehen. Die betroffenen Männer sollen daraufhin die Erlaubnis des Militärs benötigen, um Russland verlassen zu können.

Derweil hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russlands Teilmobilmachung kommentiert. Demnach treffe die Aktion ethnische Minderheiten besonders hart. „Wir sehen, dass Menschen, besonders in Dagestan, angefangen haben, um ihr Leben zu kämpfen“, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Montag. Er bezog sich dabei auf heftige Proteste, die Stunden zuvor in der muslimisch geprägten russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus ausgebrochen waren.

Putins Teilmobilmachung betrifft häufig Minderheiten.

Ethnische Minderheiten sollen vermehrt an die Front im Ukraine-Krieg

In einem Dorf, aus dem 110 Männer für den Ukraine-Krieg eingezogen werden sollten, gingen Polizisten dabei am Sonntag sogar mit Warnschüssen gegen Demonstranten vor. „Ich betone einmal mehr: Es gibt keinen Ausweg“, sagte Selenskyj. „Flieht. Oder begebt euch bei der ersten Gelegenheit in ukrainische Gefangenschaft.“

Dagestan gehört zu den Regionen Russlands, aus denen Beobachtern zufolge besonders viele Männer eingezogen werden. Aktivisten beklagen, dass Angehörige ethnischer Minderheiten besonders stark von der Mobilmachung betroffen sind und sprechen deshalb teils sogar von „ethnischen Säuberungen“. Auch in den Regionen Jakutien und Burjatien in Sibirien sind die Anti-Mobilisierungs-Proteste besonders groß.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Panik in Russland wegen Putins Teilmobilmachung im Ukraine-Krieg

Angesichts jüngster Niederlagen seiner Armee hatte Kremlchef Putin am vergangenen Mittwoch angeordnet, nun auch Reservisten zum Kampf in der Ukraine zu verpflichten. Seitdem herrscht bei vielen Russen Panik. (ktho/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Kirill Kukhmar

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