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Ukraine-Krieg

Nach Debakel in Charkiw: Putin feuert die nächsten Kommandeure

  • Nail Akkoyun
    VonNail Akkoyun
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Der Ukraine-Krieg gestaltet sich für Russland nach wie vor schwierig. Laut dem britischen Verteidigungsministerium wurden jetzt weitere Kommandeure entlassen.

Moskau/London – Wie das britische Verteidigungsministerium am 19. Mai mitteilte, hat Russland im April mehrere seiner ranghöchsten militärischen Befehlshaber entlassen. Der Grund: Die gescheiterte Einnahme der ostukrainischen Stadt Charkiw. Darüber hinaus habe die Versenkung des russischen Flaggschiffs „Moskwa“ eine entscheidende Rolle gespielt.

Die Kommandeure hätten insbesondere in der Anfangsphase des Ukraine-Kriegs „schlechte Leistungen“ erbracht, heißt es in dem jüngsten Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums. „Generalleutnant Serhiy Kisel, der die Elite-Panzerarmee der 1. Garde befehligte, wurde wegen seines Versagens bei der Einnahme von Charkiw suspendiert“, zitiert die britische Zeitung The Independent aus dem Dossier.

Ukraine-Krieg: „Kultur der Vertuschung und des Sündenbocks“ in Russland

Auch „Vize-Admiral Igor Ossipow, der die russische Schwarzmeerflotte befehligte, wurde nach dem Untergang des Kreuzers ‚Moskwa‘ im April wahrscheinlich ebenfalls suspendiert“, heißt es weiter. Seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine häufen sich immer mehr Berichte über Suspendierungen und Verhaftungen in den eigenen Reihen.

Wladimir Putin hat dem britischen Verteidigungsministerium zufolge erneut mehrere Militärs entlassen. (Archivfoto)

Über die angebliche Entlassung der beiden hochrangigen Militärs durch Wladimir Putin hatte kürzlich schon der ukrainische Geheimdienst berichtet. Zudem war aufgefallen, dass Ossipow am 9. Mai bei der Militärparade zum 77. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Sewastopol auf der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim fehlte.

Dem britischen Verteidigungsministerium zufolge steckt hinter den neuen Entlassungen wahrscheinlich eine „Kultur der Vertuschung und des Sündenbocks im russischen Militär- und Sicherheitssystem“. Die Mutmaßungen decken sich mit aktuellen Medienberichten, denen zu Folge sogar Waleri Gerassimow, Chef des russischen Generalstabs, von den „Säuberungen“ in Moskau betroffen sein soll. (nak/dpa)

Rubriklistenbild: © Mikhail Metzel/Imago

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