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News-Ticker

Ukraine-Krieg: Russland schickt weitere Truppen ins Land

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  • Delia Friess
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    Karolin Schäfer
  • Tobias Utz
    Tobias Utz

Der Krieg in der Ukraine geht weiter. Die russische Armee weitet ihre Offensive aus, der ukrainische Präsident veröffentlicht ein neues Video – die Lage im News-Ticker.

  • Im Ukraine-Konflikt* weist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* Vorwürfe aus Russland* zur Klinik in Mariupol zurück.
  • Der Ukraine-Krieg* dauert nun bereits mehr als zwei Wochen. Nun bittet Botschafter Melnyk Deutschland um Hilfe für die Ukraine* und fordert ein Spitzengespräch zwischen Putin und Selenskyj.
  • Wladimir Putin* führt Krieg in der Ukraine: Halten Sie sich im News-Ticker über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

>>> News-Ticker aktualisieren <<<

+++ 13.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft der russischen Regierung vor, weitere Truppen in die Ukraine zu entsenden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Daher könne die Ukraine in ihrem Kampf nicht nachlassen. Gleichzeitig betonte Selenskyj, das russische Militär habe die größten Verluste der vergangenen Jahrzehnte hinnehmen müssen.

Wolodymyr Selenskyj äußert neue Vorwürfe gegen Russland.

+++ 11.45 Uhr: Bei Angriffen hat die russische Luftwaffe nach Angaben aus Kiew auch Ziele in der Westukraine angegriffen. Mindestens sechs Langstreckenbomber des Typs Tupolew Tu-95 hätten Luft-Boden-Raketen gegen Ziele in Luzk und Iwano-Frankiwsk eingesetzt. Medienberichten vom Samstag zufolge wurde in Luzk eine Fabrik zur Reparatur von Triebwerken von Kampfflugzeugen getroffen. Auch die zentralukrainische Stadt Dnipro, die früher Dnjepropetrowsk hieß, sei angegriffen worden.

Ukraine-Krieg: Selenskyj richtet Appell an Mütter russischer Soldaten

+++ 08.50 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat einen Appell an die Mütter russischer Soldaten gerichtet. „Schicken Sie Ihre Kinder nicht in den Krieg in einem fremden Land“, sagte Selenskyj in einem auf Telegram veröffentlichten Video. Seine Botschaft richte sich vor allem an die Mütter von Wehrpflichtigen. „Überprüfen Sie, wo Ihr Sohn ist. Und wenn Sie auch nur den geringsten Verdacht haben, dass Ihr Sohn in den Krieg gegen die Ukraine geschickt werden könnte, handeln Sie sofort, um zu verhindern, dass er getötet oder gefangen genommen wird“, sagte der ukrainische Präsident. „Die Ukraine hat diesen schrecklichen Krieg nie gewollt“, fügte Selenskyj hinzu. Sein Land werde sich aber gegen den russischen Angriff verteidigen.

+++ 06.00 Uhr: Die Evakuierung von Menschen aus belagerten und umkämpften Städten in der Ukraine soll heute weitergehen. Für das Gebiet Sumy im Nordosten des Landes seien sechs Fluchtkorridore geplant, teilte der Chef der Gebietsverwaltung von Sumy, Dmytro Schywyzkyj, auf Telegram mit. Demnach sollen Zivilisten aus den Städten Sumy, Trostjanets, Lebedin, Konotop, Krasnopillja und Velika Pysarivka in die zentralukrainische Stadt Poltawa gebracht werden.

Ukraine-Krieg: Mehrere Städte unter Beschuss

+++ 03.50 Uhr: Mehrere Städte in der Ukraine haben erneut Kämpfe und Beschuss gemeldet. „Mistkerle, sie lassen uns nicht schlafen“, schrieb der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Mykolajiw, Witalij Kim, auf Telegram. Wenige Stunden davor hatte er einem ukrainischen TV-Sender gesagt, in der Stadt Mykolajiw sei mindestens eine Person verletzt und mehrere Wohnhäuser und Autos beschädigt worden. Auch zwei Feuer seien in der Stadt aufgrund Raketenbeschusses ausgebrochen. Einem lokalen Beamten zufolge soll zudem die Krebsklinik der Stadt beschädigt worden sein.

+++ 03.05 Uhr: Nach Angaben der ukrainischen Armee dauern die Angriffe russischer Truppen im Land weiter an. Rund um die Hauptstadt Kiew gebe es russische Offensiven an der nördlichen Stadtgrenze bei Sasymja und in südlicher Richtung bei Wyschenky, hieß es in einem auf Facebook veröffentlichten Bericht des ukrainischen Generalstabs. Diese Offensiven seien in einigen Bereichen teils erfolgreich.

+++ 02.30 Uhr: Technikern ist es am ehemaligen Atomkraftwerk Tschernobyl gelungen, einen Teil der Stromleitungen zu reparieren. Das berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien am Freitagabend unter Berufung auf den ukrainischen Betreiber.

Update vom Samstag, 12.03.2022, 02.00 Uhr: Nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj konnten am Freitag 7144 Zivilisten über humanitäre Korridore aus insgesamt vier Städten fliehen. Selenskyj erhob in einer Ansprache erneut schwere Vorwürfe gegen Russland, da es sich weigere, Menschen aus der belagerten Stadt Mariupol herauszulassen.

Ukraine-Krieg: Westliche Staaten werfen Russland „wilde“ Verschwörungstheorien zu Biowaffen vor 

+++ 22.17 Uhr: Die europäische und afrikanische Lebensmittelversorgung werde durch den Krieg in der Ukraine „zutiefst destabilisiert“, warnte der französische Präsident Emmanuel Macron. „Unser Europa ist in dieser Hinsicht bereits durch den Krieg destabilisiert, und es könnte in 12 bis 18 Monaten noch schlimmer werden“, sagte Macron am Freitag auf einer Pressekonferenz in Versailles. 

Der französische Staatschef sagte, er werde in „mehreren Stunden“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen. Er fügte hinzu, dass „nichts tabu ist“, was Sanktionen gegen Russland betrifft, und fügte hinzu, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs „alles tun werden, was wir für effektiv und nützlich halten, um Russland auf diesem Weg der Aggression zu stoppen“.

Russland und die Ukraine sind Schlüsselakteure im globalen Agrarhandel, wobei beide Nationen für ein Viertel der weltweiten Weizenexporte verantwortlich sind, darunter mindestens 14 Prozent der Maisexporte im Jahr 2020, und zusammen 58 Prozent der weltweiten Sonnenblumenölexporte im selben Jahr,  zeigen Analysen.

+++ 21.19 Uhr: Westliche Staaten haben Russland im UN-Sicherheitsrat vorgeworfen, „wilde“ Verschwörungstheorien über angebliche biologische Waffen der Ukraine zu verbreiten. Die britische UN-Botschafterin Barbara Woodward sagte am Freitag in New York, Russland habe die Sitzung zu angeblichen Biowaffen in dem angegriffenen Nachbarland nur beantragt, um „eine Reihe wilder, vollkommen haltloser und verantwortungsloser Verschwörungstheorien“ zu äußern.

„Lassen Sie es mich diplomatisch ausdrücken: sie sind kompletter Unsinn“, sagte Woodward weiter zu den russischen Vorwürfen. „Es gibt nicht den geringsten glaubwürdigen Hinweis, dass die Ukraine ein Programm für biologische Waffen hat.“

Russland hat die ukrainische Regierung beschuldigt, zusammen mit den USA Labore zur Herstellung von Biowaffen zu betreiben. Die Regierung in Moskau beantragte deswegen die Sitzung des Sicherheitsrats zu dem Thema. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensia sagte dort, die Ukraine betreibe ein Netz von 30 Laboren, die „sehr gefährliche biologische Experimente“ mit dem Ziel ausführen würden, „virale Krankheitserreger“ von Fledermäusen auf den Menschen zu übertragen. Dabei gehe es unter anderem um die Pest, Cholera und Anthrax (Milzbrand). „Es wurden Experimente ausgeführt, um die Übertragung von gefährlichen Krankheiten durch aktive Parasiten wie Läuse und Flöhe zu untersuchen“, sagte der Botschafter, ohne Beweise vorzulegen.

Ukraine-Krieg: UN haben Hinweise auf Kriegsverbrechen Russlands - Einsatz von Streumunition

+++ 18.15 Uhr: Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben Informationen über den völkerrechtswidrigen Einsatz von Streumunition durch die Truppen Russlands im Ukraine-Krieg. Es lägen „glaubwürdige Berichte über den Einsatz von Streumunition durch russische Streitkräfte auch in besiedelten Gebieten“ vor, sagte die UN-Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, am Freitag (11.03.2022) bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates in New York.

Dabei handle sich um „willkürliche Angriffe“, die dazu bestimmt seien, unterschiedslos militärische Ziele und Zivilisten oder zivile Objekte zu treffen. Diese seien nach dem humanitären Völkerrecht verboten und könnten zusammen mit dem Flächenbombardement von Gebieten Kriegsverbrechen darstellen. Zudem seien den Vereinten Nationen 26 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine bekannt, bei denen zwölf Menschen gestorben seien. Darunter soll auch der Angriff auf eine Klinik in der Stadt Mariupol seien. Diese Attacken seien uneingeschränkt zu verurteilen.

Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee beschreibt „komplizierte Situation“ an der Front

+++ 17.00 Uhr: Die ukrainische Armee hat die „komplizierte Situation an der Front“ im Ukraine-Krieg beschrieben. Auf Facebook meldete der offizielle Account des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine unter anderem einige Erfolge. So sollen Soldaten in der Region um Tschernihiv durch die Eroberung gepanzerter Fahrzeuge aus Russland „gestärkt“ worden sein. Andererseits sei die Situation in Mariupol weiterhin sehr schwierig. Laut der Ukraine halte Russland „die Stadt als Geisel“ und bombardiere humanitäre Korridore auch während Verhandlungen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj spricht von „humanitärer Katastrophe“ und fordert härtere Sanktionen

+++ 15.35 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich am Freitag (11.03.2022) in einer Fernsehansprache an die Bürger der Ukraine gewandt. Dabei legte er den Fokus vor allem auf die Erfolge im Kampf gegen Russland. Eine „strategische Wende“ sei erreicht, wobei die Ukraine jetzt auf dem Weg zum Sieg sein. Damit dies gelinge, müsste aber „jeder auf seinem Arbeitsplatz das Beste leisten“. Selenskyj sprach insbesondere die Bauern an, die in diesem Frühling die Aussaat sonst auch starten sollen.

UN spricht von Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg

+++ 14.45 Uhr: Die UN spricht von möglichen Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg. Das Hochkommissariat für Menschenrechte der Organisation hat zahlreiche Angriffe von Russland auf zivile Ziele dokumentiert, teilte eine Sprecherin am Freitag in Genf mit. Außerdem nannte die Weltgesundheitsorganisation seit Kriegsbeginn mindestens 26 Gesundheitseinrichtungen, die angegriffen wurden. Die UN hat bis Mittwoch (09.03.2022), 0.00 Uhr, den Tod von 564 Zivilisten im Ukraine-Krieg dokumentiert. Die tatsächliche Zahl sei aber mit Sicherheit höher.

Ukraine-Krieg: Russland schießt auf Atomreaktor – Studentenwohnheim in Brand

+++ 11.30 Uhr: Im Ukraine-Krieg soll erneut versucht werden, Zivilisten aus umkämpften Gebieten zu evakuieren. Zuvor seien derartige vereinbarte Fluchtkorridore Angaben aus der Ukraine zufolge von Russland beschossen und vermint worden. Wie die Vizeregierungschefin der Ukraine, Iryna Wereschtschuk, ankündigte, sollen Hilfsgüter und leere Busse nach Mariupol, Wolnowacha und Charkiw, aber auch in verschiedene Ortschaften um Kiew geschickt werden.

+++ 11.05 Uhr: Das nukleare Forschungszentrum in der Stadt Charkiw soll erneut beschossen worden sein. Wie die Atomaufsichtsbehörde der Ukraine mitteilte, habe Russland am Donnerstagabend (10.03.2022) zum zweiten Mal dieselbe Atomforschungsanlage am nördlichen Stadtrand der Millionenstadt beschossen. Die Anlage sei nun ohne Strom, wobei der Forschungsreaktor bereits Ende Februar heruntergefahren wurde. Genaue Folgen des Beschusses seien noch nicht bekannt. Nach dem ersten Beschuss der Anlage am Sonntag (06.03.2022) hatte der Inlandsgeheimdienst der Ukraine vor einer Umweltkatastrophe gewarnt.

Ukraine-Krieg: Putin will „freiwillige Kämpfer“ in den Krieg schicken

+++ 10.01 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, die Entsendung von „freiwilligen“ Kämpfern in die Ukraine zu erleichtern. Dies sei eine Reaktion auf die „Söldner“, die der Westen in die Ukraine gebracht habe, sagte Putin am Freitag (11.03.2022) bei einer im Fernsehen übertragenen Sitzung des Sicherheitsrats zu Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

„Wenn man sieht, dass es Menschen gibt, die auf freiwilliger Basis (den Separatisten in der Ostukraine) helfen wollen, dann muss man ihnen auf halbem Weg entgegenkommen und ihnen helfen, in die Kampfgebiete zu ziehen“, sagte Putin.

Ukraine-Krieg: Großer russischer Konvoi vor Kiew aufgelöst und verlagert

+++ 09.18 Uhr: Ein großer russischer Militärkonvoi, der zuletzt nordwestlich von Kiew in der Nähe des Antonow-Flughafens gesehen wurde, soll aufgelöst und verlagert worden sein. Das berichtete zuerst die Tagesschau und verweist auf Satellitenbilder des in den USA ansässigen Unternehmens Maxar Technologies. 

Die Bilder sollen gepanzerte Einheiten zeigen, die in und durch die umliegenden Städte in der Nähe des Flughafens manövrieren. Teile des Konvois seien in der Nähe von Lubjanka neu positioniert worden.

+++ 08.23 Uhr: Prorussische Separatisten haben Medienberichten zufolge Wolnowacha im Osten der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. Die Stadt war nach russischen Angaben seit dem 28. Februar eingekesselt. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht.

Die Truppen der „Volksrepublik Donezk“ sollen außerdem vier weitere Ortschaften eingenommen haben und seien insgesamt sechs Kilometer weit in ukrainisches Gebiet vorgedrungen, sagte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, in Moskau. Die russische Armee habe ebenfalls ihre Angriffe fortgesetzt und soll um weitere 17 Kilometer vorgedrungen sein.

Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf zivile Ziele in Dnipro in Zentralukraine 

+++ 06.50 Uhr: Bei Luftangriffen auf zivile Ziele in der Stadt Dnipro in der Zentralukraine ist am Freitag nach Angaben der Rettungsdienste mindestens ein Mensch getötet worden. Am frühen Morgen „gab es drei Luftangriffe in der Stadt, die einen Kindergarten, ein Apartmenthaus und eine zweistöckige Schuhfabrik trafen“, erklärten die Rettungskräfte. „Eine Person kam ums Leben.“ Die Stadt mit etwa einer Million Einwohnern war bislang von größeren russischen Angriffen verschont geblieben. 

Update vom 11.03.2022, 03:45 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe russischer Einheiten an mehreren Orten zurückgehalten und gebremst. Im Norden des Landes seien russische Truppen dabei gestoppt worden, in die Stadt Tschernihiv vorzudringen, hieß es in einem in der Nacht zu Freitag auf Facebook veröffentlichten Bericht des ukrainischen Generalstabs. Rund um die Stadt Charkiw im Osten des Landes setze Russland seine Versuche fort, die Stadt von Norden her zu blockieren - diese seien weiter erfolglos.

Ukraine-Krieg: Austausch zwischen Putin und Selenskyj gefordert

+++ 21.20 Uhr: Nach den erfolglosen Gesprächen zwischen russischen Außenministern und der Ukraine, fordert der ukrainische Botschafter einen direkten Austausch zwischen Kreml-Chef Wladimir Putin und Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Wir glauben, dass nur auf der höchsten Ebene zwischen den beiden Präsidenten eine Lösung möglich ist“, sagte Andrij Melnyk am Donnerstagabend in der TV-Sendung ARD-Brennpunkt. Das Treffen der Außenminister in der Türkei sei „sehr enttäuschend“ verlaufen. Melnyk sei „traurig, dass wir diese wertvolle Zeit verlieren und dass so viele Zivilisten Tag und Nacht sterben müssen.“

Ukraine-Krieg: Russlands Angriff „schlecht geplant“

+++ 18.55 Uhr: Ex-General Wolf-Dieter Langheld glaubt nicht mehr an einen Sieg Russlands im Ukraine-Krieg. In einem Interview mit dem Magazin Focus sagte er: „Putin und seine Armeeführung haben den Angriffskrieg schlecht geplant und sicher nicht gut vorbereitet“, denn die militärische Führung habe anscheinend das Scheitern einer schnellen Operation nicht eingeplant. Aber für Langheld gibt es einen weiteren wichtigen Grund für das Scheitern Russlands: „Putin und seine Militärs haben die Schlagkraft sowohl der ukrainischen Armee als auch den Widerstand der ukrainischen Bürger eklatant unterschätzt.“

Für den Militärexperten steht fest: „Putin kann aus meiner Sicht diesen Krieg militärisch nicht mehr gewinnen.“ Seine Truppen werden zwar sicher den einen oder anderen Erfolg verbuchen, so Langheld, aber der Blutzoll, den nicht nur die Ukraine, sondern auch seine Truppen zahlen würden, werde in jedem Fall sehr hoch sein.

Ukraine-Krieg: Knapp 1200 Leichen in Mariupol auf der Straße aufgelesen

+++ 16.45 Uhr: Der stellvertretende Bürgermeister der belagerten Stadt Mariupol hat nun eine neue Zahl der Toten bekanntgegeben. Die Zahl der bisher Gestorbenen beläuft sich demnach auf 1207. Das seien „nur Leichen, die wir auf der Straße aufgelesen haben“, sagte Sergej Orlow der BBC. Er fügte hinzu, dass 47 Menschen in einem Massengrab begraben worden seien, da es nicht möglich sei, Begräbnisstätten außerhalb der Stadt zu erreichen. „Nicht alle wurden identifiziert.“

Ukraine-Krieg: Selenskyj prangert russische Propaganda-Lügen an

+++ 14.55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich erneut mit einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. Dabei ging er auch auf die Behauptung des russischen Außenministers Sergej Lawrow ein, die aus der Luft angegriffene Klinik in Mariupol sei ein Lager ultraradikaler Kämpfer. „Die Russen wurden (im Fernsehen) damit belogen, dass angeblich in dem Krankenhaus keine Patienten und in dem Geburtshaus keine Frauen und Kinder waren“, sagte Selenskyj. Das sei alles „Lüge“. „Das sind Kinder, Frauen, medizinische Mitarbeiter“, sagte der Staatschef. Die „Propagandisten“ im russischen Fernsehen würden zur Verantwortung gezogen. Selenskyj bestätigte auch, dass bei dem Angriff drei Zivilisten getötet und 17 verletzt worden seien.

Ukraine-Krieg: Lawrow wirft USA Betrieb von Labors für Biowaffen vor

+++ 13.15 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den USA vorgeworfen, heimlich in der Ukraine Laboratorien für die Entwicklung von biologischen Waffen betrieben zu haben. Moskau habe Washington schriftlich aufgefordert, seine Experimente in den Biolaboratorien in der Ukraine zu erklären, sagte Lawrow. Kritik aus dem Westen, dass es dafür keine Belege gebe, wies Lawrow zurück: „Das ist nicht verwunderlich.“ Niemand habe bisher davon gewusst, weil es sich um ein geheimes Programm handele.

Update vom Mittwoch, 09.03.2022, 08.00 Uhr: Neben der Hauptstadt Kiew ist die Lage insbesondere in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol sehr kritisch. Seit Tagen fehlen dort Lebensmittel, Strom und Wasser. Separatistengruppen belagern die 430.000 Einwohnerstadt. Das Internationale Rote Kreuz bezeichnet die Lage vor Ort als „apokalyptisch“.

Erstmeldung vom Mittwoch, 09.03.2022, 05.00 Uhr – Was in der Nacht geschah: Kiew – Russland startete am 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Kämpfe in Städten wie Mariupol, Sumy und Kiew dauern an. Die ukrainischen Streitkräfte leisten weiter erbitterten Widerstand gegen die russischen Truppen. Hier erfahren Sie im Überblick, was in der Nacht auf Mittwoch (09.03.2022) passiert ist.

Es hat erneut russische Luftangriffe auf mehrere Städte in der Ukraine gegeben. Nach ukrainischen Angaben wurden zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Darunter auch drei Kinder. Unter Beschuss waren unter anderen Städte wie Charkiw, Malyn und in der Region Sumy.

Ukraine-Krieg Tausende über Fluchtkorridor aus Sumy evakuiert

Auch die Außenbezirke von Kiew seien unter Beschuss gewesen. Nach Angaben von Jaroslaw Moskalenko, Koordinator für humanitäre Hilfe in der Region Kiew, sollen Zivilistinnen und Zivilisten in Luftschutzräumen Zuflucht gesucht haben. Zudem sei die Versorgung etwa mit Nahrungsmitteln und Wasser knapp.

Währenddessen wurden in der ukrainischen Großstadt Sumy erstmals Zivilistinnen und Zivilisten über einen Fluchtkorridor in Sicherheit gebracht. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilte, sollen die Fluchtrouten unter anderem nach Poltawa, nach Lwiw (Lemberg) oder in benachbarte EU-Länder geführt haben. Somit konnten tausende Menschen die umkämpfte Region verlassen. In Mariupol muss stattdessen weiterhin auf einen Fluchtkorridor gehofft werden. Nach Angaben der Roten Kreuzes warten 200.000 Menschen darauf, die Stadt zu verlassen. Allerdings kündigte Russland am Mittwoch ab 8 Uhr MEZ lokale Waffenruhen für weitere Evakuierungskorridore an.

Ukraine-Krieg: Polen stellt Kampfjets bereit – Pentagon lehnt ab

Zur Unterstützung der Ukraine wollte Polen alle Kampfjets vom Typ MiG-29 an die USA übergeben. Auf diesem Umweg sollten sie dann der Ukraine zur Verfügung gestellt werden. Konkret bedeutete das: Die Kampfflugzeuge auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz verlegen.

Das Pentagon winkte die Entscheidung allerdings ab. Der Einsatz von Kampfjets, die dem US-Militär übergeben werden und im Krieg mit Russland vom einem NATO-Stützpunkt in die Ukraine starten, werfen „ernsthafte Bedenken“ auf, warnte John Kirby, Sprecher des Pentagons. Zudem seien die logistischen Anforderungen enorm.

Ukraine-Krieg: Selenskyj bereit für Verhandlungen mit Russland

Zudem zeigte sich Selenskyj zu ernsthaften Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bereit. Das bestätigte Ihor Showkwa, außenpolitischer Berater des ukrainischen Präsidenten, am Dienstagabend (08.03.2022) in den ARD-Tagesthemen. Allerdings erst nach Beendigung der Kriegshandlungen in der Ukraine sowie einem Waffenstillstand. (kas/tu/vbu/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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