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Zuvor gab es Probleme mit Nord Stream 2

Medienbericht: Druckabfall bei Nord Stream 1 möglicherweise durch Anschlag ausgelöst

Am Montag stellte der Betreiber der Gaspipeline Nord Stream 1 einen Druckabfall in beiden Röhren fest. Die Ursache steht offenbar noch nicht fest - der Zeitpunkt ist indes interessant.

Update vom 27. September, 7.55 Uhr: Nachdem es am Montagabend zu einem Druckabfall in den Pipelines von Nord Stream 1 gekommen war, gibt es nun neue Berichte zu den Hintergründen. Wie der Tagesspiegel aus Kreisen der Bundesregierung erfahren haben will, könnten die technischen Probleme die Folgen eines gezielten Anschlags gewesen sein.

„Unsere Fantasie gibt kein Szenario mehr her, das kein gezielter Anschlag ist“, zitiert das Portal eine Person, die in die Bewertung der Bundesregierung eingeweiht sein soll. „Alles spricht gegen einen Zufall“, heißt es weiter. Ein solcher Anschlag auf dem Meeresboden wäre jedoch mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden und nur unter dem Einsatz von Marine-Tauchern oder einem U-Boot möglich. Wer für den möglichen Anschlag auf die Pipeline verantwortlich sein soll, ist jedoch aktuell noch unklar.

Nord Stream 1: Druckabfall in der Pipeline – beide Röhren betroffen

Erstmeldung vom 26. September: Lubmin - Der Betreiber der Gaspipeline Nord Stream 1 hat einen Druckabfall in der deutsch-russischen Energietrasse festgestellt. Beide Röhren sind betroffen, teilte ein Sprecher des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur mit. Kurz davor hatte es auch schon Probleme bei Nord Stream 2 gegeben.

Kapazität der Pipeline Nord Stream 1 sinkt ungeplant auf null

Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1.

Erst Nord Stream 2, jetzt gab es offenbar auch bei der Schwesterpipeline Nord Stream 1 technische Probleme. Einer für Netzbetreiber verpflichtenden Marktinformation zufolge ist die Kapazität der Pipeline ungeplant auf null gesunken. Die Ursache wird den Unternehmensangaben zufolge aktuell untersucht. In der Nacht auf Montag war zuvor bereits in der Pipeline Nord Stream 2 ein solcher Druckabfall festgestellt worden. Im Laufe des Montags wurde hierfür von den zuständigen Marinebehörden ein Leck süd-östlich der dänischen Insel Bornholm als wahrscheinliche Ursache identifiziert.

Deshalb liefert Nord Stream 1 aktuell ohnehin kein Gas mehr nach Deutschland

Während die Nord Stream 2-Pipeline nach ihrer Fertigstellung nie in Betrieb genommen wurde, sondern nur einmalig mit Gas befüllt, floss durch die Nord Stream 1-Pipeline bis Anfang September Gas nach Deutschland. Bereits im Juni hatte der russische Staatskonzern Gazprom die Lieferungen über Nord Stream 1 nach Deutschland allerdings um 60 Prozent gedrosselt. Dann hatte der russische Konzern nach standardmäßigen Wartungsarbeiten den Weiterbetrieb der Pipeline von der Rückgabe einer in Kanada gewarteten Turbine abhängig gemacht. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach damals von einem Vorwand Russlands gesprochen. Gazprom habe genügend einsatzfähige Turbinen, so Habeck damals. Moskau setze Gas als außenpolitisches Druckmittel ein, hieß es vonseiten der Bundesregierung.

Nachdem der russische Staatskonzern Gazprom seine Lieferungen durch die Röhre zuvor reduziert hatte, stoppte er diese mit dem Verweis auf einen Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja komplett. Von deutscher Seite gab man sich gut vorbereitet. „Aufgrund der verstärkten Maßnahmen der vergangenen Monate ist Deutschland auf einen Ausfall der russischen Lieferungen mittlerweile besser vorbereitet“, teilte die Bundesnetzagentur dazu mit. Die Gasspeicher waren Anfang September zu 85 Prozent gefüllt. Angepeilt wird in der Regel ein Füllstand von 90 Prozent bis zum 1. November (bme/dpa).

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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