Üben, üben, üben . . .

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Predigten zum Jahreswechsel An Franziskus kommt keiner vorbei: Die deutschen Bischöfe haben sich in ihren Predigten zum Jahreswechsel fast unisono auf den Papst bezogen.

Auf ihm ruhen große Hoffnungen für die Zukunft der Kirche. Auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der zum engsten Beratergremium des Heiligen Vaters gehört, tritt für einen neuen Stil in der katholischen Kirche ein. In München plädierte er für eine veränderte Debattenkultur.

Darauf warten Ortspfarrer, Ehrenamtliche und Gläubige seit langem. Franziskus und sein unprätentiöses Zugehen auf die Menschen hat offensichtlich die Oberhirten angeregt, den Umgang mit dem Volk zu überdenken. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob ihre Bekenntnisse nur wohlfeile Feiertagspredigten sind oder mit Leben gefüllt werden. So muss sich beim Katholikentag in Regensburg Ende Mai und im Dialogprozess zwischen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, der 2015 endet, beweisen, wie viel Dialog mit den Bischöfen möglich ist. Dazu gehört, dass niemand Angst haben darf, in der Kirche offen zu sprechen. Solange aber Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen, wenn sie Kritik üben, ist es mit einer neuen Debattenkultur nicht weit her. Die Amtsträger müssen noch kräftig üben.

Claudia Möllers

Sie erreichen die Autorin unter

Claudia.Moellers@ovb.net

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