Trotz Merkel-Nominierung: CSU will nicht in „Hosianna“ verfallen

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Trotz offener Streitpunkte mit der CDU hat sich die Schwesterpartei CSU nun offiziell hinter die Kanzlerkandidatur von Angela Merkel gestellt.

Gestern gab der Parteivorstand einstimmig grünes Licht, Merkel auch zur eigenen Kanzlerkandidatin auszurufen. Geschehen soll das bei einer gemeinsamen Präsidiumssitzung der Unionsparteien am 6. Februar in München. „Wir wollen gemeinsam den Erfolg – bei aller Akzeptanz von Unterschieden“, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer.

Intern warnte Seehofer indes vor offen zur Schau gestellter Euphorie wegen der Nominierung. „Wir dürfen jetzt aber auch nicht in Hosianna und Weihrauch einstimmen“, sagte er laut Sitzungsteilnehmern in der Vorstandssitzung. Hintergrund ist, dass ein Teil der CSU-Anhänger Merkel wegen deren Flüchtlingspolitik äußerst kritisch sieht. Seehofer will im Wahlkampf enttäuschte Konservative für die Union zurückholen – und einen dementsprechend eigenständigen Kurs fahren. „Wir wollen die Wähler der AfD zurückgewinnen“, sagte er in der Sitzung. Die Übereinstimmungen mit der CDU bezifferte er mit „80, 90 Prozent“. Die CSU wolle die Gemeinsamkeit. „Aber wir als CSU sind auch etwas Besonderes. Wir waren immer das Korrektiv.“  thu

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