BRITISCHE PREMIERMINISTERIN VERTEIDIGT KURS – LABOUR: KEINE KLARHEIT

May stellt klar: Kein Exit vom Brexit

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Theresa Mayließ Vieles beim Brexit im Unklaren.

London/Brüssel – Die britische Premierministerin Theresa May hat ihre Brexit-Grundsatzrede zum EU-Austritt als „ambitionierte und glaubhafte Vision“ gegen alle Kritik verteidigt.

Eine weitere Botschaft ihrer Rede sei, dass die Zeit, für oder wider den Brexit zu streiten, vorbei sei, sagte May. Es werde kein zweites Referendum geben.

May versicherte ihren Landsleuten, dass es im Zuge des Brexits keine feste Grenze zwischen dem britischen Landesteil Nordirland und dem EU-Mitglied Irland geben werde. Der stellvertretende irische Regierungschef Simon Coveney warf daraufhin in der BBC-Show ein, dass May keine Details vorgelegt habe, wie sie das Grenzproblem lösen wolle. Es ist eines der strittigsten Themen in den Brexit-Verhandlungen.

Die Brexit-Gespräche über den Austritt aus der EU Ende März 2019 sollen von heute bis Mittwoch in Brüssel auf technischer Ebene fortgesetzt werden, also unter Beamten. Mit Ergebnissen wird zunächst nicht gerechnet. Allerdings wird erwartet, dass EU-Ratspräsident Donald Tusk Anfang der Woche seine Leitlinien für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien vorstellen wird.

In ihrer Rede zum Ausstieg aus der EU hatte May sich ein für Großbritannien maßgeschneidertes Abkommen gewünscht. In Großbritannien stieß die Rede jedoch auf wenig Zustimmung. Jeremy Corbyn, Vorsitzender der oppositionellen Labour-Partei, schrieb auf Twitter, May habe 20 Monate vergeudet und wiederum keine Klarheit geschaffen. Auch der prominente Brexit-Befürworter Nigel Farage stellte die Frage in den Raum: „Verstehen Sie, welche Position Theresa May im Brexit vertritt?“

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