„Die Spieler sind unsere Brüder“

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Hier spricht die Isländerin . Die Isländerin Anna Sigrún Jónsdóttir, 31, lebt in München.

Sie ist Sprachlehrerin an der VHS. Gerade ist sie in Reykjavík.

-Sie sind gerade in Island. Was geht da gerade ab?

Ich war mit 10 000 Menschen in der Stadtmitte von Reykjavík. Die Stimmung war sensationell. Ich glaube, kein Isländer hat es nicht gesehen. Die Geschäfte hatten geschlossen. Das gab es noch nie.

-Warum ist die Begeisterung für die Nationalmannschaft jetzt so groß?

Isländer sind immer stolz, Isländer zu sein. Und für uns sind die Spieler unsere Brüder, unsere Söhne. Auch in anderen Sportarten, aber niemand hätte gedacht, dass das kleine Island bei einem so großen Turnier so weit kommt. Das ist irgendwie auch ein komisches Gefühl.

-Wo werden Sie das Viertelfinale sehen?

Mein Mann will wieder nach Paris. Er war schon beim Vorrundenspiel gegen Österreich und hat dort viele Freunde getroffen. Oder wir sind im Augustinerkeller. Hier treffen sich die Münchner Isländer zum Fußball schauen. Isländer im Ausland finden und treffen sich immer, ihnen fehlt dort manchmal die Gelassenheit, der ironische Humor ihrer Landsleute.

-Könnten Sie auch eine Niederlage gegen Frankreich mit Humor nehmen?

Sicher. Wir wären trotzdem mächtig stolz. Und wären es auch bei einer Niederlage gegen England gewesen.

Interview: Stefan Reich

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