Zufriedenheit lässt nach

Nach Corona-Panne: Knacks in Söders Umfrage-Hoch? Ausgerechnet in Bayern gibt es jetzt einen Dämpfer

Markus Söder (re.) und Alexander Dobrindtgeben zu Beginn der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag eine Pressekonferenz unter freiem Himmel.
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Markus Söder (re.) in Berlin - in München ließ die Zufriedenheit mit dem Ministerpräsident zuletzt nach.

Markus Söder eilte zuletzt von einem Umfrage-Rekord zum nächsten. Doch ausgerechnet in Bayern scheint die Begeisterung nicht mehr so ungetrübt zu sein.

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist in der Corona-Pandemie zur zentralen Figur in der Bundespolitik aufgestiegen.
  • Auch zu einem Hauptanwärter auf die Unions-Kanzlerkandidatur avancierte der Franke.
  • Doch ausgerechnet in Bayern schwinden nun laut einer aktuellen Umfrage die Zufriedenheitswerte.

Augsburg/München - Den Deutschen scheint CSU-Chef Markus Söder offenbar weiterhin als aktuell bestmöglicher Unions-Kanzlerkandidat - so zeigte es eine aktuelle Umfrage vom Freitag. Doch dort wo erklärtermaßen Söders Platz ist, in Bayern, scheint das Urteil der Wähler wieder zunehmend gemischt auszufallen. So lautet zumindest das Ergebnis der nächsten Umfrage.

Markus Söder: Bayern nicht mehr so zufrieden - Umfrage verpasst Ministerpräsident einen Dämpfer

Ihr zufolge ist eine sinkende Zahl der Bayern mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten zufrieden: 57,9 Prozent sind derzeit von Söder überzeugt, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die Augsburger Allgemeine hervorgeht. Anfang August waren es demnach noch mehr als 60 Prozent, Mitte April sogar 71 Prozent. Söder war allerdings im Mai schon einmal unter die 60-Prozent-Marke gefallen.

Trotzdem scheint die CSU* nach wie vor von der Corona-Krise zu profitieren: Laut einer weiteren Civey-Umfrage für die Zeitung würden 47 Prozent der Bayern ihr Kreuzchen bei der Partei machen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Eine absolute Mehrheit wäre also rein theoretisch an diesem Sonntag in Reichweite. Gewählt wird allerdings erst 2023.

Mitte März lag dieser Wert noch bei knapp 35 Prozent. Die Grünen kämen aktuell auf 17,6 Prozent, die SPD auf 9,0 Prozent, die Freien Wähler auf 7,6 Prozent. Die AfD würde mit 6,5 Prozent im Landtag bleiben, FDP und Linke an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Markus Söder in der Corona-Krise: Test-Pannen könnten am Image kratzen

Neben den CDU-Bewerbern Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen* wird der CSU-Chef Söder als gemeinsamer Unions-Kanzlerkandidat gehandelt. In der Corona-Pandemie hatte er sich als Krisenmanager einen Namen gemacht. Zuletzt gab es in Bayern allerdings gleich mehrfach Probleme mit Corona-Testungen. Auch die Fallzahlen bleiben in einigen Kreisen auf hohem Niveau. Unter anderem München riss im August den Frühwarn-Grenzwert, wie tz.de* berichtete. Zuletzt war das in Weiden, Rosenheim, Memmingen und Landshut der Fall.

Obwohl Söder immer wieder betont, sein Platz sei in Bayern, gilt er auch in der CDU für etliche als Wunschkandidat. Aus Söders Sicht hat die CDU als große Unionsschwester das Vorschlagsrecht, eine Entscheidung könne aber nur gemeinsam zwischen CDU und CSU fallen. (dpa/fn) *Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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