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Regierungschef wohlauf

Schwere Explosion in Jemen nach Ankunft neuer Regierung

Schwere Explosion nach Ankunft neuer Regierung im Jemen
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Menschen rennen nach einer schweren Explosion fluchtartig über den Flughafen der jemenitischen Stadt Aden. Bei einer schweren Explosion wurden nach offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Foto: --/AP/dpa

Auf einem Flugplatz in Jemen, auf dem gerade die neue Regierung gelandet war, kam es zu einer massiven Explosion. Mehrere Menschen werden getötet, Dutzende verletzt. Die Regierungsmitglieder sind wohlauf. Die Hintergründe und das Ausmaß des Anschlags sind noch unklar.

Sanaa/Aden (dpa) - Auf dem Flughafen der jemenitischen Stadt Aden ist es zu einer schweren Explosion gekommen. Der Vorfall ereignete sich Zeugenberichten zufolge kurz nach der Landung eines aus Saudi-Arabien kommenden Flugzeuges mit der neuen Regierung des Jemens.

Mindestens 22 Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums getötet und 50 weitere verletzt. Der Vorfall ereignete sich demnach kurz nach der Landung eines aus Saudi-Arabien kommenden Flugzeuges mit der neuen Regierung des Jemens an Bord. Neben Personen, die die Anreisenden in Empfang nehmen wollten, handele es sich bei den Verletzten auch um Flughafenpersonal. Auch ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz im Jemen wurde nach Angaben der Organisation getötet. Drei weitere seien schwer verletzt worden, zwei blieben vermisst.

Die Hintergründe der Explosion, die Augenzeugen zufolge von mehreren Schüssen begleitet wurde, und das genaue Ausmaß der Schäden waren zunächst unklar. Der Regierungschef und die anderen Kabinettsmitglieder seien aber wohlauf und in Sicherheit, versicherte Informationsminister Muammar Al-Erjani. Es handele sich um einen «feigen Terroranschlag der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz», schrieb er auf Twitter.

Der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Martin Griffiths, verurteilte den Angriff auf den Flughafen und «die Tötung und Verletzung vieler unschuldiger Zivilisten». Auf Twitter schrieb er: «Diese inakzeptable Gewalttat ist eine tragische Erinnerung daran, wie wichtig es ist, den Jemen dringend auf dem Weg des Frieden zurückzubringen.»

Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hatte die 24 Minister der neu gebildeten Regierung am Samstag in einer Zeremonie in Saudi-Arabien vereidigt. Die neue Regierung besteht sowohl aus Vertretern des Nordens als auch des Südens und folgt auf ein Abkommen, auf das sich die Konfliktparteien 2019 in Saudi-Arabien geeinigt hatten. Das neue Bündnis der Regierung des Jemens mit den Separatisten des Südens soll deren Machtkampf in dem Bürgerkriegsland beilegen.

Das Land auf der Arabischen Halbinsel ist eines der ärmsten der Welt. Der Bürgerkrieg, in dem ein Bündnis unter Führung Saudi-Arabiens seit 2015 gegen die Huthi-Milizen kämpft, hat das Leid der Menschen nochmals deutlich vergrößert. 24 Millionen Menschen - rund 80 Prozent der Bevölkerung - sind heute auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Als Reaktion auf die Explosion am Mittwoch forderte der im Exil in Saudi-Arabien lebende Präsident Hadi die Regierung auf, ihre Arbeit weiterhin von Aden aus zu erledigen. «Die Terrorakte der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen und ihrer militanten Terroristengruppen werden die legitime Regierung nicht davon abhalten, ihre Aufgaben in der temporären Hauptstadt Aden zu übernehmen», sagte er laut Jemens offizieller Nachrichtenagentur Saba. In Abstimmung mit einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition habe er eine Untersuchung der Regierung zur Explosion befohlen.

© dpa-infocom, dpa:201230-99-853766/6

Tweet mit Bildern

Der Regierungschef und seine Mitglieder sind nach Angaben von Informationsminister Muammar Al-Erjani aber wohlauf. Auf Twitter schrieb er, dass es sich um einen "feigen Terroranschlag der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz" handele. Foto: Majid Saleh/AP/dpa
Der Anschlag in einem der ärmsten Staaten der Welt ereignete sich kurz nach der Landung der neuen Regierung des Jemens, die mit einem Flugzeug aus Saudi-Arabien eingereist waren. Foto: Wael Qubady/AP/dpa

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