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Ukraine-Krieg

„Gibt jetzt neue Regeln“: Russischer Politiker will Nato-Minister entführen lassen

Oleg Morosow, hier auf einer Sitzung der russischen Staatsduma, spricht sich für eine Entführung einer Nato-Ministerin oder eines Nato-Ministers aus. (Archivfoto)
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Oleg Morosow, hier auf einer Sitzung der russischen Staatsduma, spricht sich für eine Entführung einer Nato-Ministerin oder eines Nato-Ministers aus. (Archivfoto)
  • Nail Akkoyun
    VonNail Akkoyun
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Je weiter der Ukraine-Krieg voranschreitet, desto aggressiver wird der Ton in Moskau. Nun schlägt ein russischer Politiker die Entführung von Nato-Ministern vor.

Moskau – Im russischen Staatsfernsehen hat ein hochrangiger Politiker die Einführung einer Verteidigungsministerin oder eines Verteidigungsministers eines Nato-Mitglieds vorgeschlagen. Der Kreml könnte die Zielperson bei einem Staatsbesuch in der Ukraine entführen und anschließend nach Russland bringen lassen, offerierte der Duma-Abgeordnete Oleg Morosow.

„Wissen Sie, vielleicht ist es ein fantastischer Plan, den ich zusammenbraue... dass in naher Zukunft, irgendwann, ein Kriegsminister eines Nato-Landes mit dem Zug nach Kiew fährt, um mit [Wolodymyr] Selenskyj zu sprechen“, sagte Morosow. Jedoch würde die Person nie in Kiew ankommen, sondern „irgendwo in Moskau aufwachen“.

„Sie meinen, wir entführen sie?“, fragte die Moderatorin Olga Skabejewa – eine Journalistin, die laut der britischen Zeitung The Independent als besonders kremlfreundlich gilt. Morosow entgegnete darauf nur ein trockenes „Ja“. Daraufhin könnte man „herausfinden, wer welchen Befehl wofür gegeben hat“ und „wer wofür genau verantwortlich ist“.

Ukraine-Krieg: Russische Rhetorik wird immer konfrontativer

Einen solch drastischen Schritt, der möglicherweise eine territoriale Ausweitung des Ukraine-Kriegs provozieren würde, begründete der Politiker mit den Lieferungen westlicher Waffen an die Ukraine. Darüber hinaus könnten durch eine „Befragung“ gewonnene Informationen zu einem Triumph der russischen Streitkräfte führen.

Daher sollten sich die westlichen Ministerinnen und Minister zweimal überlegen, die Ukraine zu besuchen, meinte der Duma-Abgeordnete. „Es gibt jetzt neue Regeln in der Welt. Alle Kriegsminister, die sich in Kiew versammeln, sollten einmal darüber nachdenken, wie es wäre, in Moskau aufzuwachen“, drohte Oleg Morosow.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

In den letzten Wochen war eine Zunahme der konfrontativen Rhetorik aus Moskau und von kremlfreundlichen Stimmen zu beobachten – höchstwahrscheinlich aufgrund anhaltender Waffenlieferungen aus dem Westen und verschiedener Sanktionen, die von den USA und der EU mitgetragen werden. Der Propagandist Wladimir Solowjow drohte Großbritannien erst vor wenigen Tagen, dass die russische Invasion „bis nach Stonehenge“ gehen könne. (nak)

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