RETTER: ASSAD SETZT ERNEUT GIFTGAS EIN

Putins syrisches Schlachtfeld

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In Syrien fliegt das Regime des Putin-Schützlings Assad nach Angaben von Rettungshelfern wieder Giftgas-Luftangriffe auf das eigene Volk.

Zur gleichen Zeit führt, mit Moskaus Billigung, im Norden des Landes die türkische Armee Krieg gegen syrische Kurden. Während alle Welt sich nicht genug ereifern kann über die Missetaten des Bösewichts im Weißen Haus, schafft Putin mit seinen Verbündeten auf dem syrischen Schlachtfeld blutig Fakten, treibt zehntausende Menschen zusätzlich in die Flucht. Nur: Wo bleibt in diesem Fall der Aufschrei?

Natürlich wird Moskau auch diesmal  wieder jede Kenntnis der Chemieangriffe bestreiten und auch die Urheberschaft Assads in Abrede stellen. So wie der Kreml ja auch die Invasion auf der Krim erst leugnete, ebenso die Existenz eines russischen Staatsdopingsystems, die Versuche der Manipulation der amerikanischen und europäischen Öffentlichkeit via Twitter oder das systematische Unterlaufen der in der Uno mitbeschlossenen Sanktionen gegen das atomlüsterne Regime in Nordkorea. Tarnen, tricksen, täuschen sind die probaten Machtmittel des Ex-KGB-Chefs.

Soweit das Auge reicht: Russland ist nirgendwo Teil der Lösung globaler Probleme, sondern ihr (Mit-)Verursacher. Nur hört man das nicht so gern in der Friedenspartei SPD. Viele Genossen sehen in Trumps USA den neuen geostrategischen Gegner und glauben Schröders Einflüsterungen, Berlin müsse gegenüber Moskau in Vorleistung (und von der Sanktionsbremse) gehen. Auf den SPD-Chef und möglichen Außenminister Schulz wartet viel Arbeit – und Gelegenheit, auch im neuen Amt einigen Schaden anzurichten.

Georg Anastasiadis

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