Putins „sicherste Spiele“

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Terroranschläge erschüttern Russland Immer wieder erschüttern blutige Anschläge das russische Reich.

Sie haben sich tief in das Bewusstsein der Menschen weit über die Grenzen Russlands hinaus eingegraben. Sie entlarven die innere Zerrissenheit eines Landes, dessen Mächtige sich bis heute mit dem Zerfall der UdSSR nicht abfinden können. Und sie führen stets aufs Neue vor Augen, dass es 100-prozentigen Schutz nicht gibt. Die Anschläge von Wolgograd sind ein alarmierendes Signal vor den Winterspielen, die in wenigen Wochen in Sotschi beginnen werden – in der Nähe eines der gefährlichsten Brennpunkte und Terroristen-Stützpunkte weltweit: der Ex-Sowjetrepubliken im Kaukasus.

Es sind Putins Spiele, Zaren-Spiele, und er hat betont, dass es „die sichersten aller Zeiten“ werden. Das war vor dem Terror von Wolgograd. Vor Anschlägen, die der Kremlchef dazu nutzen wird, die Daumenschrauben weiter anzuziehen: Noch mehr Kontrollen und Überwachung, noch mehr Polizei und Geheimagenten, noch mehr Waffen und sicher auch mehr Gewalt – wenn auch verdeckt.

Putin wird alles tun, um „seine“ Spiele glänzend über die Bühne zu bringen. Das wird ihm und einem gigantischen Sicherheitsapparat wohl gelingen. Aber es drohen Spiele in einer beklemmenden, unfreien Atmosphäre zu werden. Auf der Strecke bleibt auch der olympische Gedanke.

Werner Menner

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Werner.Menner@ovb.net

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