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News-Ticker

Ukraine-Krieg: Russland plant Großangriff auf Slowjansk 

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  • Christian Stör
    Christian Stör
  • Lucas Maier
  • Tobias Utz
    Tobias Utz
  • Andreas Apetz
    Andreas Apetz

Die militärische Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich weiter zu: der News-Ticker am Montag, 30. Mai.

Dieser Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie im neuen Ticker.

+++ 10.15 Uhr: Russische Truppen rücken derzeit auf das Stadtzentrum von Sjewjerodonezk vor. Das berichtet der Gouverneur der Region Luhansk, Sergij Gajdaj, am Montagmorgen auf Telegram. Sjewjerodonezk und die Nachbarstadt Lyssytschansk sind die letzten beiden Gebiete im Donbass, welche noch von der Ukraine gehalten werden. Seit Sonntag (29. Mai) gebe es Straßenkämpfe in Sjewjerodonezk, so Gajdaj.

+++ 09.45 Uhr: Die französische Außenministerin Catherine Colonna reist am Montag in die ukrainische Hauptstadt Kiew. Dort soll es zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kommen.

+++ 09.00 Uhr: Die russische Armee hat laut einer Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums zahlreiche Bataillons- und Brigade-Kommandeure verloren. Grundlage dessen sind Informationen des Geheimdienstes. Demnach müssen insbesondere junge Kommandeure Operationen an der Front selbst organisieren, obwohl es ihnen an Erfahrung und Ausrüstung mangelt. Im Zuge dessen komme es zu „verheerenden Verlusten“, so das britische Verteidigungsministerium.

+++ 07.45 Uhr: Die russischen Streitkräfte bereiten nach ukrainischen Angaben einen groß angelegten Angriff auf den Raum Slowjansk, das Zentrum der ukrainischen Verteidigungskräfte im Donbass, vor. Die russischen Truppen verlegten neue Einheiten in das Gebiet, um Slowjansk sowohl von Isjum als auch von der kürzlich eroberten Kleinstadt Lyman aus anzugreifen, heißt es im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs am Montag. Der Raum Slowjansk - Kramatorsk ist der größte Ballungsraum im Donbass, der noch unter Kontrolle Kiews steht. Hier ist auch das Oberkommando der Streitkräfte im Osten des Landes stationiert.

Der Ukraine-Krieg in Bildern - Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Der Ukraine-Krieg in Bildern - Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

„Im Raum Slowjansk haben die feindlichen Einheiten eine Umgruppierung ihrer Streitkräfte vorgenommen, um die Offensive in Stoßrichtung Isjum - Barwenkowe und Isjum - Slowjansk zu erneuern“, teilte der Generalstab mit.

Ein Anwohner geht an einem durch russischen Beschuss zerstörten Haus vorbei.

Update vom Montag, 30. Mai, 06.00 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Gerüchte über eine Erkrankung von Kreml-Chef Wladimir Putin dementiert. „Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen in dieser Person Anzeichen für irgendeine Art von Krankheit oder Gebrechen sehen können“, sagte Lawrow auf eine entsprechende Frage des französischen Fernsehsenders TF1. Putin, der im Oktober 70 Jahre alt wird, trete „jeden Tag“ in der Öffentlichkeit auf. „Man kann ihn auf Bildschirmen sehen, seine Reden lesen und anhören“, sagte Lawrow laut einer vom russischen Außenministerium veröffentlichten Stellungnahme

Ukraine-Krieg: Selenskyj gibt Russlands „Hauptziel“ bekannt

+++ 21.45 Uhr: Im Donbass gehen die Kämpfe unvermindert weiter, vor allem die Stadt Sjewjerodonezk ist hart umkämpft. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge soll die gesamte kritische Infrastruktur in der Region zerstört worden sein.

„Als Ergebnis der russischen Angriffe auf Sjewjerodonezk wurde die gesamte kritische Infrastruktur der Stadt zerstört. Mehr als zwei Drittel des Wohnungsbestands sind zerstört“, sagte das Staatsoberhaupt in einer Ansprache im Fernsehen. Dabei sei die einstige Großstadt das „Hauptziel“ der russischen Aggressoren.

Sjewjerodonezk gilt als letzter Punkt, den die ukrainischen Streitkräfte in der Region Luhansk noch unter Kontrolle haben. Das russische Militär plane nun seine Stellungen im Nordosten der Stadt zu verstärken, teilte der ukrainische Generalstab in einem Bericht am Sonntag mit. Zudem versuchen die Gegner eine „Angriffsoperationen in Richtung Stadtzentrum“ durchzuführen, hieß es weiter. Ziel der Feinde sei es, die ukrainischen Truppen einzukesseln und „die wichtigsten Hauptstraßen zu blockieren.“

Ukraine-Krieg: Ranghoher Offizier aus Russland getötet

+++ 17.25 Uhr: Ein ranghoher Offizier aus Russland wurde in der Ukraine getötet. Wolodymyr Ivanov, der Teil des Pressedienstes des russischen Verteidigungsministeriums gewesen sein soll, muss angeblich bereits am 25. März ums Leben gekommen sein.

Der Tod konnte erst jetzt durch Investigativjournalist:innen des Portals Zona.Media bestätigt werden, wie Pravda.ua berichtet. Letztendlich sorgte ein Eintrag im Erbschaftsregister für Klarheit. Während das Verteidigungsministerium den Tod von Ivanov nicht öffentlich bestätigte, wurde die Nachricht von russischen Staatsmedien vermeldet, wie pravda schreibt.

Ukraine-Krieg: Gräueltaten in Butscha? „Nur eine Erfindung, keine Leichen auf der Straße“

+++ 15.45 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der ukrainischen Armee in der Region Charkiw einen Front-Besuch abgestattet. Wie sein Büro mitteilte, verlieh Selenskyj Orden und überreichte Geschenke. „Ihr riskiert Euer Leben für uns und für Euer Land“, soll er den Soldaten gesagt haben. Nach Informationen der New York Times ist der Front-Besuch eine Ausnahme: Seit Beginn des Krieges verließ Selenskyj Kiew nur für einige wenige Kurztrips.

+++ 15.32 Uhr: Wie das ukrainische Militär am Sonntag verkündete, hat der Kreml in den Krankenhäusern der Krimhalbinsel einen Behandlungstopp für Zivilisten angeordnet. Stattdessen sollen die Kapazitäten für verwundete russische Soldaten freigemacht werden. Die Ukraine wertet den Schritt als einen weiteren Beweis dafür, wie sehr die Invasion in der Ukraine dem russischen Militär zusetzt. Allerdings gibt es keine unabhängige Verifizierung der vermeintlichen Maßnahme.

Russischer Botschafter in London: Gräueltaten in Butscha nur eine „Erfindung“

+++ 13.45 Uhr: Der russische Botschafter in London weist Moskaus Verantwortung für mögliche russische Kriegsverbrechen in der Ukraine zurück. „Nichts passiert, keine Leichen auf der Straße“, sagte Andrei Kelin in einem BBC-Interview zu Berichten über die Gräueltaten im Kiewer Vorort Butscha, wo nach dem Abzug der Russen im April Hunderte Leichen gefunden wurden. „Unserer Ansicht nach ist das eine Erfindung. Es wird benutzt, um die Verhandlungen zu stören“, so Kelin.

Der Botschafter rechnet zudem nicht damit, dass sein Land in der Ukraine Atomwaffen einsetzen wird. Nach den Regeln des russischen Militärs sei dies nur vorgesehen, wenn Russland in seiner Existenz bedroht sei, sagte Kelin . „Das hat nichts mit der aktuellen Operation zu tun.“ Auch die Frage, ob er glaube, dass Putin bereit sei, einen nuklearen Angriff auf Großbritannien zu verüben, verneinte der Botschafter. Dieses und ähnliche Szenarien waren vor einigen Wochen im russischen Staatsfernsehen öffentlich diskutiert worden.

+++ 13.00 Uhr: Die russische Armee hat nach eigenen Angaben ein Arsenal der ukrainischen Armee in Krywyj Rih zerstört. Raketen hätten das Lager getroffen, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Krywyj Rih ist eine Großstadt im südlichen Zentrum der Ukraine.

Ukraine-Krieg: Selensky macht seinem Land Mut

+++ 11.40 Uhr: Nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj nähert sich die Ukraine dem Punkt, an dem sie Russland technologisch und in Bezug auf ihre Schlagkraft überlegen sein wird. „Natürlich hängt viel von unseren Partnern und ihrer Bereitschaft ab, der Ukraine alles Notwendige zum Schutz der Freiheit zur Verfügung zu stellen. Und ich erwarte nächste Woche gute Nachrichten“, sagte er in einem Late-Night-Video, ohne Einzelheiten zu nennen.

Präsidentenberater Olexij Arestowitsch sprach am späten Samstag davon, dass „die Waffen, die wir so dringend brauchen, höchstwahrscheinlich bald geliefert werden“, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen..

+++ 10.00 Uhr: Laut der ukrainischen Regierung sind seit der russischen Invasion in der Ukraine mehr als 682 Kinder verletzt oder getötet worden. Demnach sind 242 Kinder gestorben, 440 wurden verwundet. Die Zahlen seien allerdings nicht endgültig, da es schwierig sei, Berichte an Orten aktiver Kämpfe zu bestätigen. Die größte Zahl an Toten gab es in Donezk (153), Kiew (116) und Charkiw (108).

Ukraine-Krieg: Kämpfe in der Stadt Sjewjerodonezk dauern an

+++ 08.00 Uhr: Die Kämpfe in der Stadt Sjewjerodonezk dauern nach Angaben des ukrainischen Generalstabs weiter an. Noch habe die russische Armee die Stadt nicht eingenommen. Die russische Seite setze Artillerie ein. Sjewjerodonezk in der Region Luhansk gilt als wichtige strategische Position. Die dortigen ukrainischen Truppen könnten durch den russischen Vormarsch südlich davon abgeschnitten werden.

Update vom Sonntag, 29. Mai, 06.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine Politik des Terrors vorgeworfen. „Ich werde die Welt immer wieder daran erinnern, dass Russland endlich offiziell als Terrorstaat, als Förderer des Terrorismus, anerkannt werden muss“, sagte Selenskyj in einer Videoansprache in Kiew. Dies spiegele die tägliche Realität wider, die Russland mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine geschaffen habe „und sehr viel weiter nach Europa tragen“ wolle. „Und das muss rechtlich verankert werden.“

Er wolle sich zu Wochenbeginn an die Teilnehmer des EU-Sondergipfels in Brüssel wenden und dann auch darüber sprechen. „Über den Terror, der heute tatsächlich die einzige Form des Handelns des russischen Staates gegen Europa geworden ist“, sagte Selenskyj. „Terror auf dem Gebiet der Ukraine. Terror auf dem Energiemarkt in Europa, nicht nur in unserem Land. Terror auf dem Lebensmittelmarkt, und zwar weltweit. Und welcher Terror wird als nächstes kommen?“ Nur gemeinsam könnten die Europäer die Politik eines solchen Staates stoppen, betonte er.

Ukraine-Krieg: Russland rechnet mit Sieg bis zum Herbst

+++ 19.20 Uhr: Bis Herbst will Russland im Ukraine-Krieg den Sieg eingefahren haben. Das berichtet die unabhängige russische Nachrichtenagentur Meduza unter Berufung auf Kreml-Kreise. Laut dem Bericht sei das höchste Ziel von Moskau die Eroberung von Kiew. Aber auch bei der vollständigen Eroberung des Donbass könnte bereits ein Sieg verkündet werden, heißt es weiter.

Auch wenn der erste Vorstoß auf Kiew fehlgeschlagen war, gibt Russland das oberste Kriegsziel noch nicht auf, so eine Kreml-Quelle. „Am Ende werden wir sie (die Ukrainer) zermalmen. Das Ganze wird wahrscheinlich bis zum Herbst vorbei sein“, zitiert Meduza eben diese Quelle. In Moskau wird zudem damit gerechnet, dass die Unterstützung aus dem Westen irgendwann enden wird. „Früher oder später wird Europa des Helfens müde“, so ein Kreml-Beamter.

Ukraine-Krieg: Gehen Moskau die Streitkräfte aus?

+++ 15.30 Uhr: Russland gehen wohl die Soldaten aus. In einem Eilverfahren hat die Duma nun eine Gesetzesänderung beschlossen, welche die Altersgrenze für Vertragssoldaten in Russland aufhebt, wie pravda.ua berichtet. Nach der Gesetzesänderung können nun alle im arbeitsfähigen Alter der Armee beitreten.

Bei Männern liegt die Altersgrenze jetzt also bei 65 Jahren und bei Frauen bei 60 Jahren. Vor der Entscheidung der Duma am Mittwoch (25. Mai) lag die Obergrenze für russische Staatsangehörige bei 40 und für ausländische Staatsangehörige bei 30 Jahren.

Ukraine-Krieg: Moskau meldet Eroberung von Lyman

+++ 11.45 Uhr: Das russische Militär hat nach eigenen Angaben die vollständige Kontrolle über die strategisch wichtige Kleinstadt Lyman im ostukrainischen Donbass-Gebiet erlangt. „Durch das gemeinsame Vorgehen von Einheiten der Donezker Volksrepublik und der russischen Streitkräfte wurde die Stadt Krasny Liman vollständig von ukrainischen Nationalisten befreit“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Krasny Liman ist die noch aus sowjetischer Zeit stammende Bezeichnung für Lyman.

Die mit Moskau verbündeten Separatisten hatten die Eroberung schon am Freitag vermeldet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte darauf vom „Völkermord“ im Osten der Ukraine gesprochen (s. Update v. Freitag, 21.20 Uhr).

Konaschenkow berichtete zudem von schweren Luft- und Raketenangriffen gegen die Städte Bachmut und Soledar im Gebiet Donezk. Getroffen worden seien unter anderem Gefechtsstände und Munitionsdepots. Die ukrainischen Verluste allein durch die Luftwaffe bezifferte der russische Armeesprecher auf 260 Soldaten.

Ukraine-Krieg: Tote im Donbass

Update vom Samstag, 28. Mai, 06.35 Uhr: Die Lage für die Ukraine im Osten des Landes ist schwierig. Trotzdem machte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Militär in einer Videoansprache Mut: „Der Donbass wird ukrainisch sein.“ 

Die Ukraine hat unterdessen Russland für den Tod von Zivilisten in dem von Regierungstruppen kontrollierten Teil der Region Donezk im Osten des Landes verantwortlich gemacht. „Heute haben Russen fünf Bürger des Donbass getötet und vier weitere verwundet“, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Pawlo Kirilenko, bei Telegram. 

Ukraine-Krieg: Selenskyj spricht von einem „Völkermord“

+++ 21.20 Uhr: Nachdem Russland seine Kontrolle über die Stadt Lyman verkündet hat, spricht Wolodymyir Selenskyj von einem „Völkermord“ im Osten der Ukraine. Die Kontrolle über Lyman würde Russland einen einfacheren Zugriff auf die Städte Slowjansk und Kramatorsk ermöglichen. Bisher wurden die Angaben nicht unabhängig bestätigt.

In einer Fernsehansprache sagte der ukrainische Präsident in der Nacht auf Freitag (27. Mai), dass Russland im Donbass „eine offensichtliche Politik des Völkermordes“ betreiben würde. In der belagerten Stadt Sewerodonezk bahnt sich unterdessen eine ähnliche Situation wie in der Hafenstadt Mariupol an, wie die Nachrichtenagentur afp berichtet. Damit beruft sie sich auf Aussagen des Leiters der Zivil- und Militärverwaltung von Sewerodonezk, Alexander Striuk. Laut Striuk befinden sich aktuell noch zwischen 12.000 und 13.000 Menschen in der Stadt.

+++ 18.45 Uhr: Die Vereinten Nationen UN haben am Freitag (27. Mai) die Zahlen der zivilen Opfer im Ukraine-Krieg verkündet. Gezählt wurden hier die Opfer seit Beginn des Angriffs von Russland auf die Ukraine. Der Zeitpunkt wurde von der UN auf Donnerstag (24. Februar) um 4 Uhr morgens festgesetzt.

Die Erhebung deckt den Zeitraum bis Donnerstag (26. Mai) um Mitternacht ab. Ausschlaggebend ist hier jeweils die Ortszeit in der Ukraine. Insgesamt zählte die UN 8.766 zivile Opfer in diesem Zeitraum. Eine genau Aufschlüsselung:

  • Zivile Opferzahlen (Stand: 27. Mai)
  • Tote: Insgesamt verstarben im Ukraine-Krieg bisher 4.031 Zivilistinnen und Zivilisten. Darunter 1.529 Männer, 995 Frauen, 100 Jungen, 92 Mädchen. Bei 69 Kindern und bei 1.246 Erwachsenen ist das Geschlecht noch unbekannt.
  • Verletzte: Insgesamt wurden bisher 4.735 Personen verletzt. Darunter 957 Männer, 629 Frauen, 132 Jungen, 110 Mädchen. Bei 164 Kindern und bei 2.743 Erwachsenen ist das Geschlecht noch unbekannt. (Quelle: ohchr.org)

+++ 12.30 Uhr: Laut Angaben des Gouverneurs der Region Donezk, Pavlo Kyrylenko, befindet sich die Stadt Lyman unter russischer Kontrolle. Die ukrainische Armee habe sich auf eine Verteidigungslinie rund um Lyman zurückgezogen, so Kyrylenko. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Allerdings gab es in den vergangenen Tagen vermehrt Berichte darüber, dass das russische Militär wohl Lyman kontrolliere.

Ukraine-News: Russland hat wohl fast 30.000 Soldaten verloren

+++ 11.30 Uhr: Russlands Außenminister Lawrow hat den Westen vor neuen Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Dabei handle es sich möglicherweise um einen neuen „Schritt Richtung Eskalation“.

Ukraine-News: Schwere Gefechte um Geisterstadt Sjewjerodonezk 

+++ 09.30 Uhr: Der neuesten Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums nach setzt die russische Armee offenbar 50 Jahre alte Panzer im Ukraine-Krieg ein. Das betrifft demnach vor allem die Truppen im Süden der Ukraine, beispielsweise rund um Mariupol. Die veralteten Panzer sollen insbesondere „T62“-Modelle sein, berichtet das Ministerium mit Verweis auf britische Geheimdienstinformationen. Der Einsatz der 50 Jahre alten Panzer zeige „Russlands Mangel an moderner und kampfbereiter Ausrüstung“. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 08.30 Uhr: In Litauen ist am Freitag offenbar ein „Anti-Putin-Gipfel“ geplant. Eine anonyme Quelle nennt dazu erste Details.

Ukraine-Krieg: Donbass könnte „unbewohnbar“ werden - Bitte um mehr Langstreckenwaffen

+++ Update vom Freitag, 27. Mai 2022, 6.45 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau „Völkermord“ in der Ostukraine vorgeworfen, während die russische Armee ihre Angriffe rund um die Stadt Sewerodonezk intensivierte.

Im Donbass betreibe Russland „eine offensichtliche Politik des Völkermords“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Fernsehansprache in der Nacht zum Freitag (27. Mai). Auch die Großstadt Charkiw im Norden der Ukraine wurde am Donnerstag erneut Ziel von Angriffen, neun Menschen starben.

Die russische Offensive könnte dazu führen, dass die Donbass-Region „unbewohnbar“ wird, sagte Selenskyj. Er warf Moskau vor, die ukrainischen Städte in Schutt und Asche legen zu wollen. „All dies, einschließlich der Verschleppung unserer Menschen und der Massentötung von Zivilisten, ist eine offensichtliche Politik des Völkermords, die von Russland betrieben wird.“

Ukraine-News: Vitali Klitschko berichtet von 120 Toten aus Kiew

+++ 14.15 Uhr: Laut Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, wurden seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar bereits 120 Bürgerinnen und Bürger aus Kiew getötet. Mehr als 300 Personen seien verletzt worden, so Klitschko. Das sagte der Bürgermeister am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Ukraine-News: Offenbar 40 Städte von Russland angegriffen

+++ 06.00 Uhr: Das ukrainische Militär berichtet von einem Großangriff Russlands auf den Donbass. „Die Besatzer beschossen mehr als 40 Städte in den Regionen Donezk und Luhansk und zerstörten oder beschädigten 47 zivile Einrichtungen, darunter 38 Häuser und eine Schule. Infolge dieses Beschusses starben fünf Zivilisten und 12 wurden verwundet“, teilen die ukrainischen Streitkräfte am Donnerstagmorgen auf Facebook mit. Die ukrainische Armee habe zehn feindliche Angriffe abgewehrt, vier Panzer und vier Drohnen zerstört und 62 „feindliche Soldaten“ getötet.

Laut Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seien die russischen Truppen in einigen Teilen des Donbass „zahlenmäßig weit überlegen“. Selenskyj hatte am Mittwochabend unter anderem deshalb neue Waffenlieferungen gefordert. Die Angaben des ukrainischen Militärs lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-News: Russland bereitet wohl schnelle Bodenoffensive vor

Erstmeldung am Donnerstag, 26. Mai, 05.00 Uhr: Kiew/Moskau – Die russische Armee bereitet sich offenbar auf eine Schlacht um die Stadt Sjewjerodonezk, im Westen des Region Luhansk, vor. Der Oblast liegt im ostukrainischen Donbass, wo Russland seit Tagen Truppen für eine erneute Offensive zusammenzieht.

Das US-Thinktank „Institute for the Study of War“ analysiert im Lagebericht am Donnerstagmorgen (26. Mai), dass derzeit auffällige Truppenbewegungen um Sjewjerodonezk zu beobachten seien. Es sei möglich, dass Russland die Stadt angreife, bevor man die ukrainischen Kommunikationslinien am Boden abschneide – was als militärische Vorgehensweise offenbar gängig wäre. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent mit Bezug auf das Institut.

Der schnelle Angriff auf Sjewjerodonezk erfolge demnach wohl, um das „Tempo beizubehalten, nachdem es einen beträchtlichen Teil seines Personals, seiner Artillerie, seiner Flugzeuge und seiner Logistik an die Front geschickt hat“, analysiert das ISW. Russland musste bisher schwere Verluste im Ukraine-Krieg hinnehmen. Der ukrainische Generalstab geht mittlerweile von fast 30.000 Soldaten aus, die gefallen sind. Der Kreml nennt dazu logischerweise deutlich niedrigere Zahlen. (red)

Rubriklistenbild: © Andriy Andriyenko/AP/dpa

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