AUSLIEFERUNGSVERFAHREN NOCH NICHT EINGELEITET – BESUCH VON LUCKE

Puigdemont: Ostern im Gefängnis

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Carles Puigdemontwurde am Sonntag auf der A 7 festgenommen

Neumünster/Barcelona – Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont wird die Ostertage in der Justizvollzugsanstalt Neumünster verbringen.

Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwaltschaft wird vorher keinen Antrag auf Auslieferungshaft beim Oberlandesgericht stellen, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte.

Die Prüfung der Unterlagen sei sehr komplex. Mit der Entscheidung, ob der Antrag gestellt wird, sei nicht vor Anfang kommender Woche zu rechnen. Puigdemonts deutscher Anwalt Wolfgang Schomburg forderte die Bundesregierung laut „SZ“ auf, „unverzüglich“ zu erklären, dass Deutschland eine Auslieferung politisch keinesfalls bewilligen werde. Am Ende des Verfahrens könnte die Auslieferung des 55-Jährigen an Spanien stehen. Dort droht ihm eine lange Haftstrafe.

Am Mittwoch hatte Puigdemont erstmals Besuch von einem deutschen Parlamentarier. Bernd Lucke, der ehemalige AfD-Chef und heutige Europaabgeordnete der Liberal-Konservativen Reformer, sprach rund anderthalb Stunden mit dem 55-Jährigen und forderte anschließend, Puigdemont bis zu einer Entscheidung über eine Auslieferung in Deutschland auf freien Fuß zu setzen. Der Politiker könne schreiben und telefonieren. Auch das Personal und die Mitgefangenen behandelten Puigdemont sehr korrekt und höflich.

Unterdessen hat sich die ebenfalls mit europäischem Haftbefehl gesuchte frühere katalanische Regionalministerin Clara Ponsati in Schottland der Polizei gestellt.  dpa

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