Pressestimmen zur Lage in der Ukraine:

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Die ukrainische IPRESS aus Kiew meint: „Die Separatisten auf der Krim vertrauen auf den Schutz Russlands.

Und dafür haben sie gute Gründe. Auf der Krim ist das russische Militär präsent. Vor allem über die in Sewastopol stationierte Schwarzmeerflotte könnte sich Moskau auf der Halbinsel einmischen. Und russische Sondereinheiten findet man nicht nur in Sewastopol, sondern auf der ganzen Krim.“

Die polnische RZECZPOSPOLITA schreibt: „Russland hat genug eigene Probleme, um jetzt auch noch die Gasschulden und die ineffiziente Wirtschaft des Nachbarlandes zu übernehmen. Jede Intervention Moskaus in der Ukraine könnte unnötige Turbulenzen in den Beziehungen des Kremls zum Westen auslösen. Da es aber auch innerhalb der russischen Regierung Spannungen gibt, ist den Ukrainern zu raten, Ruhe zu bewahren.“

Die litauische LIETUVOS RYTAS meint:

„Ob es dem Land gelingt, wieder auf die Beine zu kommen, hängt nicht nur von den Ukrainern selbst ab, sondern auch von ihren Verbündeten. Dazu gehört, den Drohungen aus Russland zu begegnen, denn dort haben radikale Kräfte bereits angekündigt, die Krim oder den Osten des Landes ‘retten’ zu wollen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass der Kreml so weit geht und eine internationale Krise riskiert. Dennoch aber muss die neue ukrainische Führung eine Aussöhnung innerhalb des Landes erreichen.“

Die spanische El MUNDO schreibt:

„Russlands Präsident Wladimir Putin heizt die Spannungen im Wespennest der Ukraine an. Es kann sein, dass Moskaus Ankündigung, die Einsatzbereitschaft des Militärs zu prüfen, darauf hindeutet, dass Putins Rache für seinen Rückschlag nicht lange auf sich warten lässt. Die internationale Gemeinschaft darf nicht zulassen, dass der Konflikt militarisiert wird.“

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE meint:

„Niemand kann behaupten, führende russische Politiker riefen zur Abtrennung der Krim von der Ukraine auf. Aber sie formulieren oft so, dass sie russischsprachige Separatisten zu weitreichenden Interpretationen geradezu einladen. Die russische Führung setzt sich selbst dem Verdacht aus, sie wolle etwas anderes, als nur die Interessen von Landsleuten wahren.“

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