Pressestimmen

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„Es könne nicht sein, schimpft Alexander Dobrindt (CSU), dass ,Menschen, die hier herkommen, unsere Hausordnung mit Füßen treten‘.

,Schneller und konsequenter abschieben‘, fordert sein Parteifreund Joachim Herrmann. FDP-Chef Christian Lindner stimmt ein. Dobrindt und Co. begeben sich damit ins Niemandsland zwischen Polit-Powersprech und der Zähigkeit der Realität. Das deutsche und europäische Asylrecht stellen hohe Anforderungen an die Abschiebung unbegleiteter Minderjähriger, zu Recht. 2016 wurde kein einziger abgeschoben. Gerichtlich wurden die Hürden immer wieder bestätigt. Sicher, man kann das tatsächliche Alter häufiger medizinisch feststellen lassen und das Prozedere vereinheitlichen. Verbal Abschiebehärte zu suggerieren und dann immer wieder maue Zahlen vorzulegen führt allerdings zu nichts außer Wählerfrust.“

Der Tagesspiegel (Berlin)

„Traumata aus dem Krieg oder von der Flucht, das beengte Leben im Asylbewerberheim, das lange Warten auf Entscheidungen der Behörden, Perspektivlosigkeit. So etwas zermürbt junge Leute, volljährig oder nicht. Tatsächlich sollten Flüchtlinge deshalb öfter einen Arzt sehen. Allerdings einen Psychologen. Denn viele von ihnen brauchen dringend mehr psychologische Begleitung. Wenn der Staat schon ärztliche Untersuchungen anordnet, wären dies die wichtigsten. Denn Therapieplätze sind in Deutschland rar, auch für Einheimische.“

Süddeutsche Zeitung

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