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Emotionaler Moment

Papst Franziskus wendet sich in Osternachtmesse direkt an ukrainischen Bürgermeister

Papst Franziskus hält sich den Kopf während der Messfeier zur Osternacht im Petersdom.
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Papst Franziskus hält sich den Kopf während der Messfeier zur Osternacht im Petersdom.
  • Richard Strobl
    VonRichard Strobl
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Papst Franziskus hat sich in der Osternachtmesse direkt an einen anwesenden ukrainischen Bürgermeister gewandt.

Rom - Papst Franziskus* hat in einer stimmungsvollen Messe in der Osternacht im Petersdom in Rom der Auferstehung Jesu Christie gedacht. Dabei griff er mehrfach den Ukraine-Krieg auf und setzte nach seiner Predigt in einer freien Rede einen emotionalen Höhepunkt.

Schon in der Predigt stellte Franziskus das Osterfest als Fest der Hoffnung und des Friedens in den Mittelpunkt. Mit der Auferstehung Jesu sei im Glauben der Christen auch die Gewissheit verbunden, dass die Gerechtigkeit am Ende über das Böse siegen werde. Die Predigt sprach Franziskus kraftvoll und emotional selbst vor. Dabei sprach er zwar von „Nächten des Krieges“ und rief zu Gesten des Friedens auf, ging sonst aber nicht direkt auf den Ukraine-Krieg* ein.

Papst Franziskus wendet sich in Ostermesse direkt an ukrainischen Bürgermeister

Allerdings sorgte der Papst am Anschluss an seine Predigt einen emotionalen Höhepunkt: Franziskus wendete sich in freier Rede direkt an den Bürgermeister der südukrainischen Stadt Melitopol. Iwan Fedorow saß als Gast in der ersten Reihe im Petersdom.

„Wir alle beten mit euch und für euch“, sagte Franziskus, „in dieser Dunkelheit, in der Ihr lebt, der Dunkelheit des Krieges, der Grausamkeit“. Er sprach den Ukrainern Mut zu.

Fedorow war im Krieg von den Russen entführt und erst im Zuge eines Gefangenenaustausches freigelassen worden. Zusammen mit Parlamentariern war er im Vatikan zu Gast. Franziskus schloss seine Predigt mit dem Satz „Christus ist auferstanden“ auf Ukrainisch.

Osternachtmesse: Papst Franziskus leitet Gottesdienst erstmals nicht selbst

Der 85 Jahre alte Argentinier verzichtete erstmals in dem Pontifikat darauf, den wichtigsten Gottesdienst des Kirchenjahres selbst zu leiten; dies übernahm Kardinaldekan Giovanni Battista Re. Franziskus, der in dieser Karwoche schon viele Veranstaltungen hinter sich hatte und zudem von Knieschmerzen geplagt wird, verfolgte die Messe großteils sitzend auf einem Sessel vor den rund 5500 Gläubigen. Neben der Predigt taufte er noch sieben Erwachsene.

In der Heiligen Nacht vor dem Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu Christi nach dessen Tod am Kreuz gefeiert. Die Zeremonie begann dabei traditionell mit der Einzugsprozession in den dunklen Dom hinter der Osterkerze, an der zum Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi) die Kerzen der Priester und Gläubigen in der Petersbasilika entzündet werden.

Am Sonntag (10.00 Uhr) steht die große Ostermesse auf dem Petersplatz vor Zehntausenden Gläubigen an. Danach (12.00 Uhr) wird Franziskus seine Osterbotschaft verkünden und den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“, der Stadt und dem Erdkreis, spenden. (dpa/rjs) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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