Pannen und Legenden

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CSU-Streit wegen arbeitsloser Junglehrer Damit da keine Legenden entstehen: Schuld an dem Schlamassel mit den arbeitslosen bayerischen Junglehrern, das die CSU jetzt umtreibt, ist keine „Kommunikationspanne“.

Jedenfalls nicht nur. Grund für den Ärger ist vielmehr eine veritable Politikpanne. Finanz- und Kultusministerium mit freundlicher Unterstützung der Staatskanzlei haben sich einige Schnitzer geleistet. Erster Fehler: Die Staatsregierung will Stellen von den Schulen an die Hochschulen verlagern. Nur vergisst sie dabei leider, die Menschen mitzunehmen – denn eine fertige Lehramts-Absolventin lässt sich nicht so mir nichts, dir nichts an die Universität umleiten. Eine Referendarin ist nun mal keine Professorin.

Zweiter Fehler: Zwar geht die Schülerzahl in Bayern zurück. Aber es werden nicht im selben Umfang Lehrer überflüssig. Im Gegenteil: Der Schule werden ja immer mehr Aufgaben übertragen. Derzeit sind die Inklusion – die Unterrichtung behinderter Kinder an Regelschulen – und der Ganztagsunterricht die Großthemen. Morgen vielleicht neue Schulfächer wie die schon oft angemahnte „Alltagskunde“. Dafür aber braucht man Pädagogen. Was nun aber vor allem erst mal fehlt, ist eine rasche Perspektive für 600 Junglehrer, die in Kürze arbeitslos sind.

Dirk Walter

Sie erreichen den Autor unter

Dirk.Walter@ovb.net

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