Viele Großdemonstationen im Sommer

Neuer Protest gegen bayerisches Polizeigesetz am 3. Oktober: München ist Hauptstadt der Demos

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die #ausgehetzt-Kundgebung im Juli auf dem Königsplatz.

Zehntausende Münchner sind heuer schon aus Protest auf die Straße gegangen. Nun kündigen schon sich die nächsten Großveranstaltungen an.

München - Während Münchens größte Mieterdemo am kommenden Wochenende starten soll, kündigt sich schon die nächste Groß-Demonstration an. Am 3. Oktober fordern das Bündnis gegen das bayerische Polizeigesetz (noPAG) und die Organisatoren der #ausgehetzt-Demonstration die Münchner erneut dazu auf, aktiv zu werden. Das Motto der Demo: „Gemeinsam gegen die Politik der Angst.“

Lesen Sie auch: Köthen: Hubschrauber und Wasserwerfer bei von AfD-Politiker angemeldeter Demo vor Ort

Zu dem neuen Aufruf hätten vor allem „die Eskalation von Hass, rechter Hetze und Gewalt“ geführt, heißt es. „Wir von #ausgehetzt freuen uns gerade angesichts der dramatischen Ereignisse der vergangenen Wochen, uns gemeinsam mit dem noPAG-Bündnis diesen beängstigenden Entwicklungen entgegenzustellen“, sagt Thomas Lechner, Mitorganisator der #ausgehetzt-Demo.

Demo gegen den Rechtsruck

Das Bündnis will sich so gegen einen gesellschaftlichen Rechtsruck in Position bringen. „Bezeichnend ist auch, dass es sich bei den elf Menschen, die seit Einführung der ‚Unendlichkeitshaft‘ länger als 14 Tage in Polizeigewahrsam zubringen mussten, ausschließlich um Geflüchtete handelt“, fährt er fort. „Das zeigt, warum noPAG und ausgehetzt zusammengehören.“

Lesen Sie auch:  „Stinkwütend“: Vaatz empört sich im CDU-Vorstand über anhaltendes „Sachsen-Bashing“

Wie viele Menschen zur Demo kommen werden, steht in den Sternen. „Wir rechnen natürlich mit mehreren tausend Teilnehmern“, sagt noPAG-Sprecherin Laura Pöhler zur tz. Viel hänge aber von der kurzfristigen Mobilisierung ab. Auch sei die Route noch nicht klar – Verhandlungen mit dem KVR dazu laufen noch. 

Die größten Protestaktionen heuer in München

  • Anti-Pegida-Demo

Die islamfeindliche Pegida hatte am 17. März eine Kundgebung mit Gründer Lutz Bachmann am Marienplatz angekündigt. Tausdende Münchner versammelten sich zur Gegendemo.

  • noPAG-Demo

Am 10. Mai füllten über 30 000 Menschen den Marienplatz, um gegen das neue Polizeiaufgabengesetz zu protestieren.

  • #ausgehetzt

130 Organisationen hatten für den 22. Juli zur Großdemo gegen die Flüchtlingspolitik der CSU aufgerufen – gut 50 000 Menschen kamen.

  • #ausspekuliert

Am 15. September erwartet München die größte Mieterdemo. Die Idee war im Dunstkreis des neu geschaffenen Mieterstammtisches entstanden.

Mk

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Kommentare