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Rundfunk

Nach zahlreichen Vorwürfen: RBB-Intendantin Schlesinger tritt zurück

RBB-Intendantin Schlesinger ist zurückgetreten (Archivbild).
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RBB-Intendantin Schlesinger ist zurückgetreten (Archivbild).
  • Moritz Serif
    VonMoritz Serif
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RBB-Intendantin Patricia Schlesinger tritt zurück. Ursprünglich hatte sie sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Nun zieht Schlesinger die Reißleine.

Berlin - Angesichts zahlreicher Vorwürfe tritt die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als ARD-Vorsitzende zurück. Das berichtete die ARD-“Tagesschau“ am Donnerstagabend, der RBB bestätigte das auf dpa-Anfrage.

„Die öffentliche Diskussion um in meinen Verantwortungsbereich fallende Entscheidungen und Abläufe im RBB berührt inzwischen auch die Belange der ARD“, sagte Schlesinger am Donnerstagabend. Die Geschäftsleitung des Senders und sie selbst sähen ihre Hauptaufgabe jetzt darin, „zur Aufklärung dieser Vorwürfe beizutragen und unser Hauptaugenmerk auf den RBB zu richten“.

RBB: Intendantin Schlesinger tritt zurück - WDR übernimmt Amtsgeschäfte

Die laufenden Amtsgeschäfte in der ARD soll zunächst der Westdeutsche Rundfunk (WDR) übernehmen. Bei der nächsten ARD-Hauptversammlung in Bremen im September kann ein neuer Vorsitz bestimmt werden, der ab dem 1. Januar 2023 im Amt wäre. Der Südwestrundfunk habe seine Bereitschaft erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen, hieß es.

„Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“, sagte Schlesinger noch vor kurzem. Eigentlich hatte sie mit Ergebnissen bis Ende September oder Anfang Oktober gerechnet. Nun zog die ehemalige Intendantin die Reißleine. Das Portal „Business Insider“ hatte berichtet, es gebe ein „System aus gegenseitigen Gefälligkeiten“ zwischen Schlesinger und Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf.

RBB-Intendantin Schlesinger tritt zurück - Unternehmer Wolf soll Aufträge vermittelt haben

So habe der Unternehmer Wolf, der auch Aufsichtsratschef der Messe Berlin ist, Schlesingers Ehemann „lukrative Aufträge“ zugespielt. Neben Schlesinger wies auch Wolf die Vorwürfe zurück. Die interne Untersuchung umfasst nach Senderangaben unter anderem die Vergabe von Aufträgen an Berater für den Bau des digitalen Medienhauses des RBB in Berlin, die Abrechnung von dienstlichen Essenseinladungen durch die Intendantin und „Auftragsverhältnisse zur Messe Berlin, soweit diese den RBB betreffen“. (mse/dpa/epd)

Wir aktualisieren den Artikel fortlaufend.

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