Mietete ein V-Mann Autos für NSU-Terroristen an?

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Ein ehemaliger V-Mann des Verfassungsschutzes hat laut „Spiegel“ möglicherweise den rechtsextremen NSU-Terroristen beim Anmieten von Autos geholfen. Bei der Suche nach Unterstützern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) seien die Ermittler auf einen langjährigen Rechtsextremisten gestoßen, der unter dem Decknamen „Primus“ bis kurz nach der Jahrtausendwende für den Verfassungsschutz gearbeitet habe.

Ein ehemaliger V-Mann des Verfassungsschutzes hat laut „Spiegel“ möglicherweise den rechtsextremen NSU-Terroristen beim Anmieten von Autos geholfen. Bei der Suche nach Unterstützern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) seien die Ermittler auf einen langjährigen Rechtsextremisten gestoßen, der unter dem Decknamen „Primus“ bis kurz nach der Jahrtausendwende für den Verfassungsschutz gearbeitet habe. In Unterlagen einer Zwickauer Autovermietung hätten Beamte Verträge für Fahrzeuganmietungen auf seinen Namen gefunden. Es gebe zeitliche Überschneidungen mit zwei dem NSU zugeschriebenen Morden im Juni und August 2001 in Nürnberg und München. Hinsichtlich beider Taten fehlten bisher Hinweise zu Fluchtwagen. Nach den Abrechnungen seien beide Wagen für lange Fahrten genutzt worden. Es wäre möglich gewesen, zu den Tatorten in Bayern zu kommen. Als Beschuldigter wird der Ex-Mitarbeiter des Verfassungsschutzes bislang nicht geführt. Der Bundesanwaltschaft fehlten neben der auffälligen zeitlichen Überschneidung zusätzliche Indizien. Der Mann, der zeitweise einen rechten Szeneladen betrieben habe, kenne mindestens vier der Beschuldigten im NSU-Verfahren.

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