MIGRATION

Mehr als 1400 Flüchtlinge gerettet

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Gerettet – vor Spaniens Küste.

Spaniens Küste neues Top-Ziel – Drei Säuglinge vor Lesbos ertrunken

Madrid – Die spanische Seenotrettung hat vor der Südküste des Landes innerhalb von drei Tagen mehr als 1400 Flüchtlinge auf mehreren Dutzend Booten gerettet. Allein am Freitag seien 888 Migranten im Alborán-Meer und in der Straße von Gibraltar aufgegriffen worden, teilten die Behörden mit. Am Samstag seien weitere 334 Menschen gerettet worden, am Sonntag bis zum Nachmittag rund 200, die auf 20 Schlauchbooten von Nordafrika aus in See gestochen waren.

Seit Wochen reißt der Flüchtlingsstrom nach Spanien nicht ab. Zuletzt hatte die Internationale Organisation für Migration mitgeteilt, dass das Land zum neuen Hauptziel illegaler Migranten geworden sei. Die Zahl übertrifft mittlerweile die Ankünfte in Italien und Griechenland.

Am Samstag wurde bekannt, dass etwa 40 Migranten nach einer zweiwöchigen Mittelmeer-Odyssee in Tunesien anlegen dürfen. Ministerpräsident Youssef Chahed sagte, das Versorgungsschiff „Sarost 5“ dürfe im Hafen von Zarzis einfahren. Das Schiff, das die Flüchtlinge aufgegriffen hatte, lag in den vergangenen Tagen nur wenige Kilometer von Zarzis entfernt. Es bekam aber keine Erlaubnis, die Migranten in einen Hafen zu bringen. Italien, Malta und Tunesien hatten sich zuvor nicht zuständig gefühlt.

Beim Untergang eines Boots mit 16 Flüchtlingen aus der Türkei sind vor der griechischen Insel Lesbos sechs Menschen ertrunken. Drei von ihnen seien Säuglinge, berichtete der Sender CNN Türk. Das Boot war demnach im türkischen Ayvalik gestartet. Der Landrat des Bezirks sagte, bei den Geflüchteten handele es sich um Anhänger der Gülen-Bewegung.

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