OLYMPIA NICHT MEHR BEI ARD UND ZDF

Der Markt regelt’s

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Von „vielen neuen Möglichkeiten“ schwurbelte IOC-Chef Thomas Bach, als er die Vergabe der Olympia-Rechte an Discovery zu begründen versuchte.

Die Mühe hätte er sich sparen können. Das Geld und nur das Geld war entscheidend. Dass ARD und ZDF jetzt bei der Frage der Sublizenzen hart blieben und bei Olympia die nächsten Jahre in die Röhre schauen (müssen), verdient Respekt. Warum soll aus den Portemonnaies der Beitragszahler das Investment eines internationalen Medienkonzerns refinanziert werden?

Die, die wollen (und dafür zahlen), können olympischen Sport auch künftig schauen, andere sind vielleicht froh, dass die flächendeckende Berichterstattung des Spektakels erst einmal nicht mehr in den Öffentlich-Rechtlichen stattfindet. Den Rest regelt der Markt. Eurosport und seine Schwesterkanäle müssen beweisen, dass sie’s können – und die Quote muss stimmen. Sonst wird der große Coup des Thomas Bach schnell zur Nullnummer. Schon öfter sind Sportrechte von den Privaten wieder zurück zu ARD und ZDF gewandert.

Und was die gesparten Millionen angeht, so sollten die mit dem Beitrag verrechnet werden. Einen größeren Gefallen könnten die Intendanten in diesen Zeiten ihren Kunden (und sich selbst) nicht tun.

Rudolf Ogiermann

Sie erreichen den Autor unter

Rudolf.Ogiermann@ovb.net

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