„Mama ist für alle da“

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Sylvia Schlabitz, 53,ist ein Familienmensch und genießt ihre Enkelkinder, die um sie herum wohnen, in vollen Zügen. Sie weiß aber auch: Jeder braucht seinen Freiraum.
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Sylvia Schlabitz, 53,ist ein Familienmensch und genießt ihre Enkelkinder, die um sie herum wohnen, in vollen Zügen. Sie weiß aber auch: Jeder braucht seinen Freiraum.

-Was haben Sie von Ihrer Mama gelernt? Den Haushalt zu führen.

Und dass Familie das Wichtigste ist. Füreinander da sein und trotzdem allen ihren Freiraum zu lassen, das ist die Herausforderung, wenn man so nah beieinander wohnt.

-Wann haben Sie Ihre Mutter am meisten gebraucht?

Meine Tochter Veronika war ein Schreibaby, mein Mann hatte damals oft Spätdienst. Da war ich sehr froh, dass ich meine Mama hatte. Und wir hatten einen schweren Schicksalsschlag: Ich hätte eigentlich noch eine Tochter, Franziska, die drei Jahre jünger ist als Veronika. Sie ist am plötzlichen Kindstod gestorben. Das zu verkraften, ist sehr schwer. Da ist man froh, wenn man einen guten Familienzusammenhalt hat. Meine Mama war damals immer da. Sie ist der ruhende Pol in der Familie. Das Aufbrausende habe ich mehr von meinem Vater. Als ich noch einmal schwanger wurde, mit meinem Sohn Dominik, hat sie mich unterstützt. Man geht da nicht mehr so unbefangen ran, nach so einer schrecklichen Erfahrung.

-Welche Eigenschaften haben Sie von Ihrer Mama?

Auf die Familie zu schauen. Was sie besser kann: Auch mal nichts zu sagen, bevor Streit aufkommt.

-Warum ist Ihre Mama die Beste?

Weil sie für alle da ist. Ich könnte mit jedem Problem zu ihr kommen, sie würde immer zuhören.

-Wann nervt sie?

Da bin ich wieder bei dem Thema, dass wir alle so nahe zusammenwohnen. Das hat wirklich fast nur Vorteile. Ich konnte schon früh wieder arbeiten. Meine Mama und meine Schwiegermutter, die auch bei uns im Haus wohnt, haben abwechselnd auf die Kinder aufgepasst. Ich war nie auf eine Krippe angewiesen. Aber gleichzeitig kann es manchmal eben auch zu viel werden. Als meine Mama an einem Tag das fünfte Mal angerufen hat, bin ich ausgeflippt. Hinterher hat es mir leid getan.

-Was wollten Sie ihr schon immer mal sagen?

Dass ich sie sehr lieb habe, auch wenn es manchmal nicht so ausschaut. (lacht)

Interviews: Aglaja Adam

Fotos: Oliver Bodmer

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