HUNDERTTAUSENDE FLÜCHTLINGE: MACRON WILL ÖLREICHES LAND BEFRIEDEN

Libyen wählt am 10. Dezember

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Paris – Im bürgerkriegserschütterten Libyen soll es am 10. Dezember Parlaments- und Präsidentenwahlen geben.

Darauf verständigen sich rivalisierende Spitzenpolitiker des ölreichen Landes in Paris, wie Gastgeber Emmanuel Macron sagte. Der 40-Jährige sprach von einem „historischen Treffen“ und einer „wichtigen Etappe“, schränkte aber ein, dass längst nicht alle Probleme gelöst seien. Macron sagte, die Stabilität und die Sicherheit Libyens gehe die Europäer direkt an. Insbesondere Italien sei von der Migrationskrise am Mittelmeer betroffen.

Der Chef der international anerkannten Einheitsregierung, Fajis al-Sarradsch, sprach von hunderttausenden Flüchtlingen in seinem Land. „Wir brauchen eine riesige Anstrengung auf europäischer und internationaler Ebene“, forderte er. Seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi vor sieben Jahren wird das Land von Machtkämpfen zerrissen.

Die Teilnehmer haben laut Macron die Erklärung des Treffens – entgegen erster Erwartung – nicht unterschrieben. Denn die Chefs einzelner Institutionen des Landes würden sich gegenseitig nicht anerkennen, sagte der Staatschef. In Libyen selbst stieß das Treffen auf Skepsis. Zahlreiche wichtige Milizen waren nicht vertreten.

Auch Beobachter sind kritisch. Bereits 2015 hatten sich die rivalisierenden Institutionen unter UN-Vermittlung auf ein Abkommen geeinigt, das die politische Krise in Libyen lösen sollte. An der tatsächlichen Lage änderte sich jedoch wenig.

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