EU WILL ZEITUMSTELLUNG BEENDEN

Die Länder sind am Zug

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Richtig: Repräsentativ im statistischen Sinne ist das Ergebnis der Online-Umfrage über die Zeitumstellung bei fast 500 Millionen EU-Bürgern im Verhältnis zu 4,5 Millionen Votern nicht.

Aber so ist das in der Demokratie: Nur wer sich an Wahlen und Abstimmungen beteiligt, kann Einfluss nehmen. Und, da hat Kommissionspräsident Juncker Recht, wie wäre das Echo, wenn die EU zwar die Bürger befragen, dann aber nicht auf ein eindeutiges Votum reagieren würde? Im Übrigen war es das Europäische Parlament, von dem der Impuls zur Überprüfung und Abschaffung der Zeitumstellung ausging.

Jetzt liegt der Ball im Spielfeld der EU-Staaten. Nach der Grundsatzentscheidung, das halbjährliche Vor- und Zurückstellen der Uhrzeiger zu beenden, geht es jetzt um die Frage: Welche Zeit soll gelten: die „natürliche“ Winterzeit oder die Sommerzeit? Da gehen die Meinungen auseinander. Wenn es dumm ausgeht, bekommen wir zusätzlich zu den ohnehin bereits existierenden drei Zonen (Mitteleuropäische Zeit MEZ, östliche und westliche Zeit) einen Flickenteppich unterschiedlicher Zeiten. Denn jedes Land hat das Recht, in dieser Frage souverän zu entscheiden. Insbesondere die Regierungschefs im geografischen Kerneuropa sind also aufgerufen, einen Konsens zu finden, der das alltägliche, bereits vielfach transnationale Leben und Arbeiten nicht verkompliziert. Und dafür dann Brüssel die Schuld gibt.

Alexander Weber

Sie erreichen den Autor unter

Alexander.Weber@ovb.net

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