FERIENFLIEGER NIKI GEHT AN IAG

Konkurrenz am Himmel

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Der Ferienflieger Niki geht nicht an die Lufthansa – sondern an die Konkurrenz.

Nachdem sich die Kartellbehörden gegen eine Stärkung des deutschen Platzhirschen gestellt haben, soll die Airberlin-Tochter nun an IAG, die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, verkauft werden. Stimmen die Wettbewerbshüter diesmal zu, geht Niki im Billigflieger Vueling auf, ebenfalls eine IAG-Tochter. Auch wenn der Kaufpreis (36,5 Millionen Euro, von denen 20 an die Gläubiger gehen) weit unter der Offerte der Lufthansa (knapp 200 Millionen) liegt, wäre die IAG-Übernahme eine gute Nachricht für Reisende.

Bleiben die bisherigen Niki-Strecken bestehen, wird der Wettbewerb mit IAG belebt. Auf die Ticket-Preise würde sich das positiv auswirken. Zwar fliegt Niki bisher vor allem Urlaubsorte an. Doch auch im innerdeutschen Flugverkehr könnten die Preise demnächst sinken. Mit dem britischen Billigflieger Easyjet, der ebenfalls einen Teil der Airberlin-Maschinen übernimmt, bekommt die Lufthansa gleich doppelt Konkurrenz. Easyjet hat angekündigt, erstmals auf innerdeutschen Strecken zu fliegen. Die Lufthansa, die zuletzt (auch aufgrund von gestiegenen Ticketpreisen) Rekordgewinne eingefahren hat, muss sich warm anziehen.

Manuela Dollinger

Sie erreichen die Autorin unter

Manuela.Dollinger@ovb.net

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